⚽ WM 2026 Anpfiff in Spielplan & News →

Nachrichten aus Hamburg und der Region

Aktuelles Echo
Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Vor 36 Minuten Von Hamburg in die Welt: Tesa-Film feiert 90 Jahre Erfolgsgeschichte Von Hamburg in die Welt: Tesa-Film feiert 90 Jahre Erfolgsgeschichte Vor 1 Stunde Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 2 Stunden DB-Reisezentrum in Hamburg-Harburg dauerhaft geschlossen – Kritik von der FDP DB-Reisezentrum in Hamburg-Harburg dauerhaft geschlossen – Kritik von der FDP Vor 2 Stunden Erneuter Unfall am Zollenspieker Hauptdeich: Rennradfahrer schwer verletzt Erneuter Unfall am Zollenspieker Hauptdeich: Rennradfahrer schwer verletzt Vor 3 Stunden Vielfältige Veranstaltungen in Hamburg: Ein Überblick für den 19. Juli 2026 Vielfältige Veranstaltungen in Hamburg: Ein Überblick für den 19. Juli 2026 Vor 4 Stunden Medizinischer Notfall: Autofahrer in Farmsen-Berne verstirbt während Einsatz Medizinischer Notfall: Autofahrer in Farmsen-Berne verstirbt während Einsatz Vor 5 Stunden Vierjähriges Kind in E-Bike-Kette eingeklemmt – Rettungskräfte im Einsatz Vierjähriges Kind in E-Bike-Kette eingeklemmt – Rettungskräfte im Einsatz Vor 6 Stunden Boberger See wieder für Badegäste geöffnet: Blaualgen-Gefahr gebannt Boberger See wieder für Badegäste geöffnet: Blaualgen-Gefahr gebannt Vor 8 Stunden Danger Dan präsentiert „Keine Angst“: Ein Blick auf Hamburgs Radiokultur und den Hit Danger Dan präsentiert „Keine Angst“: Ein Blick auf Hamburgs Radiokultur und den Hit Vor 8 Stunden

Wie der Umbau von Büroflächen zur Lösung der Wohnungsnot beitragen könnte

In Deutschland fehlen rund 1,4 Millionen Wohnungen, während etwa elf Millionen Quadratmeter Bürofläche leer stehen. Der Umbau von Büros zu Wohnraum könnte eine nachhaltige Lösung bieten, stößt jedoch auf baurechtliche Hürden und wirtschaftliche Herausforderungen.

Wie der Umbau von Büroflächen zur Lösung der Wohnungsnot beitragen könnte
Foto von <a href="https://unsplash.com/de/@markusspiske?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Markus Spiske</a> auf <a href="https://unsplash.com/de/fotos/text-XrIfY_4cK1w?utm_source=unsplash&utm_medium=referral&utm_content=creditCopyText">Unsplash</a>

Die Frage, ob der Umbau von Bürogebäuden in Wohnraum eine Lösung für die akute Wohnungsnot in Deutschland darstellt, wird zunehmend diskutiert. Angesichts eines geschätzten Bedarfs von rund 1,4 Millionen Wohnungen, insbesondere in städtischen Gebieten, wo Normalverdiener mit Familien oft keine bezahlbaren Unterkünfte finden, ist der Handlungsbedarf enorm.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Die Politik hat sich über Jahre hinweg mit diesem Problem auseinandergesetzt, ohne dass signifikante Fortschritte erzielt wurden. Die Bundesregierung setzt nun auf einen „Bauturbo“, um den Bauprozess zu beschleunigen und zu vereinfachen.

Umbau als pragmatische und nachhaltige Lösung

Der Umbau leerstehender Bürogebäude könnte eine praktikable Lösung zur Schaffung von Wohnraum darstellen. Seit der Coronapandemie und dem Anstieg des Homeoffice stehen viele Büroflächen ungenutzt da. Diese Situation könnte eine vielversprechende Kombination ergeben: ungenutzte Büros und die dringende Nachfrage nach Wohnraum. Zudem ist der Umbau ressourcenschonender als der Neubau.

Beispiele für erfolgreiche Umnutzungsprojekte existieren bereits. In Düsseldorf wurde ein ehemaliger Bürokomplex von Thyssen in ein neues Wohnviertel mit über 300 Wohnungen, Spielplätzen und einer Kita umgewandelt. Auch in Frankfurt am Main wurde die Bürostadt Niederrad in ein Wohngebiet transformiert.

Um solche Projekte zu fördern, hat die Bundesregierung ein Programm ins Leben gerufen, das Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro umgewandelter Wohnung bereitstellt.

Leerstand von Büroflächen als Potenzial

In Deutschland stehen derzeit etwa elf Millionen Quadratmeter Bürofläche leer. In großen Städten wie Berlin, Frankfurt und München liegt die Leerstandsquote bei über acht Prozent. Laut einer Studie von Bulwiengesa könnten durch die Umnutzung dieser Büroflächen rund 150.000 neue Wohnungen entstehen, während das Ifo-Institut von etwa 60.000 möglichen Wohnungen ausgeht.

Herausforderungen durch baurechtliche Vorgaben

Der Umbau von Büros in Wohnungen gestaltet sich jedoch als komplex. Die Vielzahl an baurechtlichen Vorgaben, die in Deutschland gelten, stellt eine erhebliche Hürde dar. Dazu zählen unter anderem Anforderungen an den Brandschutz, Schallschutz, Tageslichtverhältnisse und die Belüftung der Wohnungen sowie Stellplätze für Autos und Fahrräder.

Viele klassische Bürogebäude sind zudem tiefer gebaut und verfügen über weniger Tageslicht, was die Umnutzung erschwert. Schlaf- oder Wohnzimmer ohne Fenster sind rechtlich nicht zulässig, und der Einbau von Bädern erfordert umfangreiche Rohrleitungsarbeiten.

Wirtschaftliche Aspekte und Renditeerwartungen

Ein entscheidender Faktor für den Umbau ist die wirtschaftliche Rentabilität. Die Kosten für den Umbau sind aufgrund der Komplexität der Projekte und der zahlreichen Standards hoch. Alexander Fieback von Bulwiengesa berichtet, dass Projektentwickler die Kosten auf dem Niveau von Neubauten ansetzen, was zu Mieten von über 20 Euro pro Quadratmeter führen kann. Ulla Basqué von den „Architects for Future“ hingegen sieht Potenzial für deutlich günstigere Lösungen, die 25 bis 40 Prozent unter dem Neubau-Niveau liegen könnten.

Die Rendite spielt eine zentrale Rolle für Projektentwickler. Die Schaffung von Wohnraum für Familien ist oft weniger profitabel als die Entwicklung von möblierten Mini- oder Mikroapartments, die in Großstädten wie Berlin und Frankfurt stark nachgefragt werden. Ein 18-Quadratmeter-Apartment kann monatlich 800 Euro oder mehr kosten, insbesondere bei kurzfristigen Vermietungen.

Fehlende soziale Komponenten im Förderprogramm

Das neue Förderprogramm der Bundesregierung mit dem Titel „Gewerbe zu Wohnen“ sieht Zuschüsse von bis zu 30.000 Euro pro Wohnung vor, enthält jedoch keine Vorgaben zur Art der Wohnungen oder deren Preisgestaltung. Dies könnte dazu führen, dass vor allem kleine Wohnungen geplant werden, was die Problematik der Wohnungsnot nicht nachhaltig löst.

Das Bundesbauministerium betont, dass das Programm nicht explizit auf die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum abzielt, sondern einen Anstoß für den Umbau und die Nachnutzung von Gebäuden geben soll. Dennoch hofft man, dass dadurch neuer Wohnraum entsteht, der den angespannten Wohnungsmarkt entlasten kann.


Quellen: deutschlandfunk

Bildquelle: Foto von Markus Spiske auf Unsplash

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.