Nachrichten aus Hamburg und der Region

Aktuelles Echo
Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker: Iran-Deal unterzeichnet, aber Streit um Umsetzung beginnt Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker: Iran-Deal unterzeichnet, aber Streit um Umsetzung beginnt Vor 6 Stunden Live-Ticker: Ukraine Krieg: Polen verstärkt Grenze, Ukraine meldet Erfolge Live-Ticker: Ukraine Krieg: Polen verstärkt Grenze, Ukraine meldet Erfolge Vor 6 Stunden Hamburger Polizei bittet um Hinweise zu Einbruch – Bilder veröffentlicht Hamburger Polizei bittet um Hinweise zu Einbruch – Bilder veröffentlicht Vor 8 Stunden Schauspieler Ralf Richter erreicht 69 Jahre und verstirbt tragisch Schauspieler Ralf Richter erreicht 69 Jahre und verstirbt tragisch Vor 9 Stunden Hamburger Polizei investiert in Drohnentechnologie zur Gefahrenabwehr Hamburger Polizei investiert in Drohnentechnologie zur Gefahrenabwehr Vor 10 Stunden Emotionales Comeback: Mario Vušković trainiert wieder beim HSV vor 6.000 Fans Emotionales Comeback: Mario Vušković trainiert wieder beim HSV vor 6.000 Fans Vor 10 Stunden Letzte Hinweise zur bevorstehenden Wahl in Berlin Letzte Hinweise zur bevorstehenden Wahl in Berlin Vor 11 Stunden Öffentliche Fahndung nach Einbruch und Körperverletzung in Hamburg-HafenCity Öffentliche Fahndung nach Einbruch und Körperverletzung in Hamburg-HafenCity Vor 11 Stunden Brandfall auf Kattwykbrücke: Motor eines Elektrofahrzeugs fängt Feuer Brandfall auf Kattwykbrücke: Motor eines Elektrofahrzeugs fängt Feuer Vor 11 Stunden US-Armee kämpft gegen Munitionsengpass im Iran-Konflikt US-Armee kämpft gegen Munitionsengpass im Iran-Konflikt Vor 11 Stunden

Ukrainische Streitkräfte setzen auf kostengünstige Drohnentechnologie im Konflikt mit Russland

Die Ukraine setzt zunehmend auf kostengünstige Drohnen, um sich gegen russische Angriffe zu verteidigen. Während europäische Modelle oft zu teuer sind, gewinnt die lokale Produktion an Bedeutung und zieht das Interesse westlicher Unternehmen auf sich.

Ukrainische Streitkräfte setzen auf kostengünstige Drohnentechnologie im Konflikt mit Russland
C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Um sich gegen die fortwährenden russischen Angriffe zu behaupten, ist die Ukraine auf der Suche nach leistungsfähigen Drohnen, die gleichzeitig kostengünstig sind. Europäische Modelle sind bislang häufig zu teuer.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Strategische Abfangdrohnen im Einsatz

Eine Drohne schwebt über einen Hügel in der Ostukraine, rund 20 Kilometer von den Kampfhandlungen entfernt. „Hier befindet sich eine Kampfposition, wo wir Shaheds und andere feindliche Drohnen ausschalten“, erläutern zwei Soldaten der Luftabwehr, die sich White und Kleiner Opa nennen.

Die beiden Soldaten setzen sogenannte Interceptors ein – agile Abfangdrohnen, die speziell dafür konzipiert sind, die Luftfahrzeuge des Gegners zu neutralisieren. Der P1-Sun, im Volksmund auch „Pisyun“ genannt, was im Ukrainischen für Penis steht, wird über dem Hügel eingesetzt.

Die Abfangdrohne hat sich in den letzten Monaten als äußerst effektiv erwiesen und kostet lediglich etwa 1.000 Dollar. Mit dieser Technologie sind die Soldaten in der Lage, feindliche Drohnen abzuschießen, deren Kosten vergleichbar mit einem Kleinwagen sind. Ihre gesamte Ausstattung, einschließlich Computer und Radartechnologie, ist in einem Container untergebracht und durch Tarnnetze geschützt.

Kampf um preiswerte Technologie

Ein alter Jeep bringt die Gruppe weiter. Am Steuer sitzt der 28-jährige Kommandeur Garden, der die Herausforderungen der gegenwärtigen technologischen Entwicklung beschreibt.

„Wir benötigen die asymmetrische Waffe des Preises. Wenn der Gegner eine Drohne für 50.000 Dollar einsetzt, müssen wir mit etwas antworten, das 2.000 Dollar kostet. Ansonsten verlieren wir diesen Krieg wirtschaftlich“, erklärt Garden.

Diese Denkweise ist nicht nur auf Drohnen, sondern auch auf andere militärische Technologien anwendbar. Der Abnutzungskrieg hat sich in eine Phase der Massenproduktion kostengünstiger Drohnen gewandelt, wobei stetige Innovationen das Tempo bestimmen.

Teure militärische Produkte aus dem Westen

Garden äußert sich auch zu den Schwierigkeiten, die europäische und amerikanische Militärs haben, den Anforderungen des Krieges gerecht zu werden:

„Das große Problem ist, dass sie keine Erfahrung haben und oft nicht verstehen, wie dieser Krieg tatsächlich abläuft.“

Er selbst war Teil einer ukrainischen Delegation, die kürzlich westlichen Militärführern in Berlin über den aktuellen Stand des Konflikts berichtete. Auch Unternehmen aus NATO-Ländern besuchen regelmäßig die ukrainische Einheit, um ihre neuen Drohnen unter realen Kampfbedingungen zu testen. Allerdings ist ein Großteil der angebotenen Technologien zu teuer und für die lokalen Einheiten nicht brauchbar, so Garden.

Ukraine als Testfeld für neue Technologien

Deshalb setzen die Soldaten größtenteils auf ukrainische Produkte wie den P1-Sun. Der Drohne ist mittlerweile auch in Europa ein großes Interesse zuteil geworden. Im Juni wurde eine strategische Partnerschaft zwischen Airbus und dem ukrainischen Hersteller Skyfall verkündet, in Anwesenheit des deutschen Verteidigungsministers Boris Pistorius.

In Zukunft könnte der P1-Sun auch zur Verteidigung des europäischen Luftraums eingesetzt werden. Gardens Vorgesetzter, Oleksandr Worobjow, Kampfname Zhan, der häufig an Militärkonferenzen in Westeuropa teilnimmt, teilt seine Erfahrungen mit NATO-Vertretern.

„Leider ist die Ukraine mittlerweile zu einem der größten Übungsplätze weltweit geworden. Das ist eine bittere Realität, die sich nicht ändern lässt. Aber da es so ist, nutzt diesen Übungsplatz bitte. Testet eure Waffen hier. Wir werden stärker, wenn ihr es auch seid“, so Zhan.

Deutsche Drohnen finden nur selten Anwendung im Konflikt. Derzeit wird eine Drohne eines Münchner Start-ups getestet, dessen Ergebnisse jedoch vertraulich sind.

Feindliche Drohnen werden immer raffinierter

Zurück an der Frontlinie. White und Kleiner Opa steuern ihren P1-Sun erneut über den Hügel. Ihre Erfahrung zeigt, dass mehr als die Hälfte der feindlichen Drohnen erfolgreich abgefangen werden kann. Hunderte solcher Positionen sind entlang der Front in der Ostukraine zu finden.

„Die Technologie entwickelt sich rasant weiter. Anfänglich war es einfach, feindliche Drohnen abzuschießen. Doch mittlerweile hat der Gegner seine Drohnen verbessert. Diese können jetzt ausweichen“, berichten die Soldaten. Somit ist auch der P1-Sun keine Wunderwaffe, sondern lediglich ein weiterer Schritt im unaufhörlichen Wettlauf um fortschrittlichere und günstigere Drohnentechnologie.


Quellen: tagesschau

Bildquelle: C.Stadler/Bwag via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)

Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.