Frankfurt am Main – Die Commerzbank, unter Druck von Unicredit, plant einen weiteren Stellenabbau und ambitionierte Gewinnziele, um Investoren von ihrer eigenständigen Zukunft zu überzeugen. Bis zum Jahr 2030 sollen zusätzlich zu den bereits angekündigten Einsparungen konzernweit etwa 3000 weitere Vollzeitstellen abgebaut werden, wie der Dax-Konzern in Frankfurt bekanntgab. Gleichzeitig ist vorgesehen, in „Wachstums- und Zukunftsfeldern“ neue Stellen zu schaffen. Ende 2025 beschäftigte die Commerzbank weltweit 39.867 Vollzeitkräfte.
Bereits im Februar 2025 hatte die Commerzbank den Abbau von 3900 Vollzeitstellen bis Ende 2027 angekündigt, wobei der Großteil dieser Einsparungen in Deutschland erfolgen soll. Parallel dazu wurde angekündigt, insbesondere im Ausland neue Arbeitsplätze zu schaffen, beispielsweise bei der polnischen Tochtergesellschaft mBank sowie an Standorten in Asien.
Erfolgreicher Jahresstart
Im ersten Quartal 2026 erzielte die Commerzbank bessere Ergebnisse als im Vorjahr. Mit einem operativen Ergebnis von rund 1,36 Milliarden Euro und einem Überschuss von 913 Millionen Euro übertraf das Frankfurter Geldhaus das Vorjahresquartal jeweils um etwa zehn Prozent und übertraf zudem die Erwartungen der Analysten.
Im Gesamtjahr 2025 verfehlte die Commerzbank trotz hoher Kosten für den laufenden Stellenabbau mit einem Gewinn von gut 2,6 Milliarden Euro nur knapp ihren Rekordgewinn von 2024, der bei knapp 2,7 Milliarden Euro lag.
Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp (55)
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