Die Unsicherheiten rund um den Hype um Künstliche Intelligenz (KI) setzen dem Softwarekonzern SAP erheblich zu. Die Aktien des Unternehmens verzeichnen einen Rückgang von über vier Prozent und stehen am Ende des DAX. Diese Entwicklung folgt auf eine Phase, in der die Aktie stark zulegte, was Anleger dazu veranlasst, Gewinne mitzunehmen und somit den DAX zu belasten.
Analystenkommentar als Auslöser
Der unmittelbare Grund für den Rückgang der SAP-Aktie ist ein Kommentar von Analysten der UBS. Diese haben ihre Bewertung von „Kaufen“ auf „Neutral“ herabgestuft, nachdem die Aktie seit Juli um fast 50 Prozent gestiegen war. Laut UBS-Experte Michael Briest ist die Bewertung der Aktie zwar vernünftig, jedoch bleibt die Anlegerstimmung fragil.
Fragile Anlegerstimmung
Die Stimmung unter den Investoren ist bereits seit einiger Zeit angespannt. Der Boom rund um Künstliche Intelligenz sorgt für Unsicherheiten, da Investoren befürchten, dass KI direkt in die Wertschöpfung von Softwareunternehmen eingreifen könnte. Dies könnte die Entwicklung von Software schneller und kostengünstiger machen, was die traditionellen Geschäftsmodelle unter Druck setzen könnte.
SAPs Reaktion auf den Wettbewerb
SAP-Chef Christian Klein hat die wachsende Konkurrenz aus Asien und den USA erkannt und betont: „Sie wollen uns alle schlagen.“ Um dem entgegenzuwirken, drängt er auf die Entwicklung eigener KI-Agenten. Klein weist darauf hin, dass SAPs eigene KI-Tools in der Lage sein müssen, Geschäftsprozesse besser zu verstehen als die KI-Agenten von Wettbewerbern wie Anthropic. Diese Transformation sei nach seinen Worten sogar größer als die Umstellung auf Cloud-Dienste.
Herausforderungen bei der Integration von KI
Ein Vorteil für SAP ist, dass die Anwendungen des Unternehmens auf zahlreichen Kundenrechnern laufen, die nicht so schnell ersetzt werden können. Dennoch weist Briest darauf hin, dass die Integration agentenbasierter KI in die bestehenden Systeme schleppend vorangeht. Dies könnte nicht nur die Monetarisierung einschränken, sondern auch das Risiko erhöhen, dass Unternehmen alternative KI-Lösungen in Betracht ziehen.
Verlangsamung im Cloud-Geschäft
Zusätzlich zu den Sorgen um Künstliche Intelligenz hat SAP auch im traditionellen Cloud-Geschäft nicht überzeugen können. Briest hält eine Verlangsamung bei den vertraglich gesicherten Cloud-Umsätzen im zweiten Halbjahr für wahrscheinlich.
Der DAX bleibt stabil
Trotz der Belastungen durch SAP zeigt der DAX am Mittag eine stabile Tendenz und bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau bei rund 26.300 Punkten. Bis zum Allzeithoch von 26.573 Punkten ist es nicht mehr weit. Die Hoffnung auf eine Öffnung der Straße von Hormus hat den Ölpreis gedrückt, was die Börse insgesamt stützt.
Ausblick auf Nvidia
Am Abend nach dem US-Börsenschluss wird der Chipriese Nvidia seine Quartalszahlen präsentieren, was mit großer Spannung erwartet wird. Die Frage bleibt, ob der KI-Boom weiterhin anhält, da der Aktienkurs von Nvidia trotz guter Ergebnisse zuletzt nicht weiter zulegen konnte.
Quellen: tagesschau
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Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.