Der DAX geriet am Donnerstag unter Druck, nachdem die SAP-Aktie einen signifikanten Kursrückgang verzeichnete. Der Current Cloud Backlog (CCB) von SAP, eine zentrale Kennzahl für das Unternehmen, wies im vierten Quartal ein währungsbereinigtes Wachstum von lediglich 25 Prozent auf, was hinter den Erwartungen zurückblieb, wie Morgan Stanley berichtete. Die Bank of America hob zwar den positiven Ausblick und den Aktienrückkauf von über 10 Milliarden Euro hervor, dennoch fiel die SAP-Aktie um 16,1 Prozent.
Marktentwicklung und Rohstoffpreise
In diesem Kontext sank der DAX um 2,1 Prozent auf 24.309 Punkte und entfernte sich damit von der wichtigen Marke von 25.000 Punkten. Der Euro-Stoxx-50 fiel um 0,7 Prozent auf 5.892 Punkte. Der Energiesektor profitierte jedoch von steigenden Ölpreisen, die um 1,4 Prozent zulegten, während die Notierung für die Nordseesorte Brent um 2,6 Prozent anstieg, bedingt durch geopolitische Spannungen im Iran.
Preisentwicklung bei Gold und Silber
Gold und Silber erreichten zunächst neue Rekordhöhen, bevor Gewinnmitnahmen einsetzten. Der Goldpreis fiel zum Börsenschluss in Europa um 2,5 Prozent auf 5.279 Dollar, nachdem er zuvor knapp unter 5.600 Dollar notiert hatte. Silber verbilligte sich um 3,7 Prozent. Der Rohstoffsektor verringerte sein Plus auf 0,5 Prozent, während die Aktien von BHP und Rio Tinto in London um bis zu 1,6 Prozent zulegten.
Aktien der Deutschen Bank und DWS
Die Aktien der Deutschen Bank fielen um 1,2 Prozent nach einem volatilen Handel. Analysten äußerten sich enttäuscht über den Ausblick für 2026, da die Ergebnisse für Anleger wenig aussagekräftig seien. Im Gegensatz dazu stiegen die Papiere der DWS um 9,9 Prozent, da die Vermögensverwaltungstochter der Deutschen Bank im vierten Quartal sowohl die eigene Gewinnprognose als auch die der Analysten übertraf.
Technologiesektor unter Druck
Die Geschäftszahlen der US-Technologiekonzerne Meta Platforms, IBM und Microsoft sorgten für gemischte Reaktionen. Der europäische Euro-Stoxx-Technologie-Sektor verlor 4,4 Prozent, belastet durch den Kursrutsch bei SAP. Während IBM und Meta optimistische Ausblicke präsentierten, enttäuschte Microsoft mit Hinweisen auf steigende Kosten im Zusammenhang mit Künstlicher Intelligenz.
Schweizer Unternehmen und deren Ergebnisse
In der Schweiz berichtete der Pharmakonzern Roche von einem währungsbereinigten Wachstum bei Umsatz und Kerngewinn je Aktie für das laufende Jahr. ABB erzielte im Jahr 2025 höhere Auftragseingänge und die höchsten Quartalsumsätze ihrer Geschichte, was die Markterwartungen übertraf. Siemens-Aktien stiegen um 2 Prozent, während die Papiere von Givaudan nach enttäuschenden Zahlen um 6,8 Prozent fielen.
Aktuelle Indizes und Devisenkurse
Der Euro-Stoxx-50 schloss bei 5.891,95 Punkten (-0,7 Prozent), der XETRA-DAX bei 24.309,46 Punkten (-2,1 Prozent). Der EUR/USD notierte zuletzt bei 1,1946 (-0,1 Prozent).
Zusätzlich könnte der NACHBÖRSE/XDAX -0,1% auf 24.805 Pkt für Investoren von Interesse sein. Auch die Frage, ob der Indien-Deal die Wende bringt, bleibt spannend. Zudem gibt es Neuigkeiten zu EQS-Adhoc: Fourcore Tech Finance, die für Anleger relevant sein könnten.