Lidl hat eine umfassende Neugestaltung seiner Filialen in Deutschland eingeleitet. Seit dem 7. Mai 2026 gilt in allen Märkten eine neue Struktur für Non-Food-Produkte. Anstelle der bisherigen unübersichtlichen Aktionsflächen setzt der Discounter auf klar definierte Themenbereiche und digitale Ergänzungen.
Das Unternehmen räumt ein, dass sich die Kunden an die neuen Gegebenheiten gewöhnen müssen. Langfristig sollen sie jedoch von einer besseren Übersicht und neuen Bestellmöglichkeiten direkt im Geschäft profitieren. Der Umbau betrifft alle 3.271 Filialen, in denen die Verkaufsflächen grundlegend umgestaltet wurden. Künftig sind die Produkte in sechs feste Themenbereiche gegliedert, die farblich hervorgehoben und entlang der Hauptwege im Markt positioniert sind.
Thematische Struktur für mehr Übersichtlichkeit
Die neuen Bereiche orientieren sich an den etablierten Eigenmarken des Unternehmens:
- Parkside: Heimwerker- und Gartenbedarf
- Silvercrest: Küchen- und Haushaltsprodukte
- Crivit: Sportartikel
- Livarno: Wohn- und Einrichtungsgegenstände
- Esmara und Lupilu: Mode sowie Produkte für Kinder und Babys
Mit dieser Umstellung entfällt das bisherige Konzept der ungeordneten Wühltische.
Vorteile für Kunden und Mitarbeiter
Durch die neue Anordnung möchte Lidl den Einkauf für die Kunden übersichtlicher gestalten. Diese können gezielt die passenden Bereiche aufsuchen, anstatt sich durch wechselnde Angebote arbeiten zu müssen. Gleichzeitig bleibt die Möglichkeit bestehen, saisonale Schwerpunkte zu setzen: Gartenartikel erhalten im Frühjahr mehr Raum, während Heimtextilien im Winter stärker in den Fokus rücken.
Die Umstellung bringt auch interne Veränderungen mit sich. Da die Waren künftig an festen Plätzen verbleiben, reduziert sich der Aufwand für Umbauten erheblich. Dies erleichtert die Arbeit in den Filialen und schafft mehr Zeit für andere Aufgaben. Zudem hat Lidl kürzlich Fahrzeuge wegen Antriebsfehlern zurückgerufen, was zeigt, dass das Unternehmen auch in anderen Bereichen auf Sicherheit und Qualität achtet.
Digitale Integration im Markt
Ein weiterer Bestandteil des neuen Konzepts ist die engere Verbindung von stationärem Handel und Online-Shop. Über QR-Codes an den Regalen können Kunden direkt auf digitale Angebote zugreifen. Ist ein Produkt vor Ort nicht verfügbar, besteht die Möglichkeit, es online zu bestellen.
Diese Verknüpfung soll sicherstellen, dass Kunden auch bei vergriffenen Artikeln Zugriff auf das Sortiment haben. Zudem können sie direkt überprüfen, ob ein Produkt online erhältlich ist und es gegebenenfalls liefern lassen. Teilweise lassen sich dabei auch Versandkosten durch spezielle Angebote reduzieren.
Mit der Neuausrichtung verfolgt Lidl das Ziel, die klassische Discountstruktur mit Elementen eines Fachmarkts zu kombinieren und den Einkauf insgesamt klarer zu gestalten.
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Quellen: techbook, chip
Bildquelle: depositphotos