In den Alpen nimmt die Schneedecke weiter zu, was die Situation für Wintersportler zunehmend gefährlich macht. Allein in Tirol wurden in den letzten Tagen zahlreiche Lawinenabgänge registriert.
Die Lawinengefahr in Österreich steigt an. Laut Matthias Walcher von der Lawinenwarnzentrale des Bundeslandes könnten bis Freitag vereinzelt bis zu 50 Zentimeter Neuschnee fallen. Walcher warnte eindringlich vor Touren im freien Gelände und betonte: „Es ist eine sehr gefährliche Zeit für Wintersportler abseits der Pisten.“ Selbst scheinbar harmloses, nur mäßig steiles Gelände könne trügerisch sein, da auch dort Lawinen aus Steilhängen ausgelöst werden könnten. Besonders tragisch ist die Geschichte einer Freundin am Großglockner, die erfroren ist.
Lawinenabgänge und Todesfälle in Tirol
Am Mittwoch wurden in Tirol mehr als 30 Lawinen an einem einzigen Tag gezählt. In Tirol und Vorarlberg kamen dabei drei Menschen ums Leben. Zwei der Verstorbenen stammten aus Baden-Württemberg, während das dritte Opfer aus den Niederlanden stammt.
Die aktuellen Wetterbedingungen sind besonders problematisch. Starker Wind führt zu Schneeverfrachtungen, was die Situation weiter verschärft. Walcher erklärte, dass der Aufbau der Schneeschichten seit Jahrzehnten nicht mehr so ungünstig gewesen sei. Der zunächst schneearme Winter habe keine stabile Grundlage geschaffen, und die jüngsten Niederschläge seien von starkem Wind begleitet. In diesem Zusammenhang ist auch der Artikel über das Winterwetter: Schnee und eisige Temperaturen in Europa lesenswert.
Unfälle und Rettungseinsätze
Bei einem der Lawinenunfälle im Tiroler Navistal waren zwei Skiwanderer auf dem Rückweg, als sie von einem Schneebrett erfasst wurden. Einer der beiden, ein 43-Jähriger aus dem Ostalbkreis, wurde vollständig verschüttet und starb.
Der zweite Deutsche, ein 42-jähriger Snowboarder aus dem Landkreis Lörrach, war mit seinem 15-jährigen Sohn im Skigebiet Sonnenkopf abseits gesicherter Pisten unterwegs. Er wurde von einer Lawine mitgerissen. Sein Sohn alarmierte die Rettungskräfte, jedoch konnte der Vater erst nach einer Stunde geborgen werden und verstarb noch an der Unglücksstelle. Tragisch ist auch der Fall, als ein 14-Jähriger während einer Bergtour tödlich abstürzte.
Ein weiterer Lawinentoter wurde in Fiss in Tirol gemeldet. Der 71-jährige Niederländer hatte kein Lawinensuchgerät dabei, welches im Notfall das Auffinden erleichtern könnte.
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Bildquelle: Kai Pilger auf Pexels