Die aktuelle Situation rund um die Förderung von Wärmepumpen sorgt für erhebliche Verunsicherung. Seit kurzem ist es vielen Verbrauchern nicht mehr möglich, Anträge auf die staatliche Unterstützung zu stellen, was von einem Update im Förderprogramm herrührt.
Einige Antragsteller haben allerdings noch die Möglichkeit, ihre Anträge einzureichen. Dies betrifft Personen, die bereits eine „Bestätigung zum Antrag“ in ihren Händen halten und noch keinen Antrag auf Förderung gestellt haben. Diese können bis zum 20. Juli um 20:00 Uhr ihre Anträge einreichen, wobei die bestehenden Bedingungen weiterhin gelten. Die Bestätigung enthält die relevante BzA-ID, die für den Antrag benötigt wird.
Neue Bestätigungen können jedoch nicht mehr ausgestellt werden.
Ausführliche Informationen sind auf der Website der KfW-Bank zugänglich.
Antragsstopp während der Umstellung
Zwischen dem 9. und 20. Juli findet eine Anpassung der Heizungsförderung durch die KfW sowie das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) statt. Während dieser Übergangszeit können nur spezifische Kunden Förderanträge einreichen. Diese Umstellung führt sowohl in der Wirtschaft als auch in der Politik zu erheblichem Unmut.
Unzufriedenheit in der Branche
Die Konsequenzen der neuen Regelungen sind bereits in den Installationsbetrieben spürbar. Alex Stamos, Geschäftsführer eines mittelständischen Unternehmens, berichtet von einem großen Ansturm verunsicherter Kunden. Viele Auftraggeber von Wärmepumpen-Installationen sind nun unsicher über die Höhe der Förderung und die endgültigen Kosten für das Heizsystem.
„Die Situation ist für viele unserer Kunden äußerst frustrierend“, sagte Stamos und kritisierte die Regierung scharf, indem er von einem „größtmöglichen Chaos“ sprach.
Michael Hoppe, Heizungsbaumeister und Inhaber eines Betriebs in Baden-Württemberg, berichtet von zahlreichen Stornierungen. Sein Unternehmen muss seit Donnerstag zahlreiche Kunden kontaktieren, um zu erklären, dass die Förderung lediglich angepasst wird und nicht vollständig entfällt.
Gefährdung des Verbrauchervertrauens
Hjalmar Stemmann, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, äußert seine Bedenken über die kurzfristigen Änderungen durch die Regierung. Er betont, dass der Erfolg der Wärmewende davon abhängt, dass der Austausch fossiler Heizungen wirtschaftlich attraktiv bleibt und in Hamburg in großem Maßstab umgesetzt wird. Stemmann warnt, dass das Vertrauen der Verbraucher aufs Spiel gesetzt wird, da viele bereits auf Grundlage der alten Förderkonditionen geplant haben.
Ähnliche Bedenken äußert die Grünen-Politikerin Katrin Uhlig, die darauf hinweist, dass über Jahre hinweg kommuniziert wurde, die Finanzierung bis 2029 sei gesichert. Diese Zusicherung wird nun in Frage gestellt.
Quellen: Focus, Tagesspiegel
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