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Insolvenz nach 23 Jahren: Großer deutscher Online-Stoffhändler ist pleite | Regional

Der Online-Stoffhändler „The Creative Club“ meldet Insolvenz an und stellt nach 23 Jahren den Betrieb ein. Trotz hoher Umsätze konnte das Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht erfüllen, was zur Kündigung von 170 Mitarbeitern führt.

Insolvenz nach 23 Jahren: Großer deutscher Online-Stoffhändler ist pleite | Regional

Insolvenz nach 23 Jahren: Deutscher Online-Stoffhändler stellt Betrieb ein

Der Online-Stoffhändler „The Creative Club“ hat Insolvenz angemeldet und wird seinen Betrieb einstellen. Trotz eines Umsatzes in Millionenhöhe und 170 Beschäftigten war das Unternehmen nicht in der Lage, seine finanziellen Verpflichtungen zu erfüllen. Der Insolvenzverwalter Nicolas Kaiser bestätigte, dass alle Versuche, das Unternehmen zu retten, gescheitert sind.

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Die Lager in Schenefeld und Halstenbek (Schleswig-Holstein) sind mittlerweile leergeräumt, und die Waren wurden verkauft. Nach der Insolvenz, die am 1. Januar eröffnet wurde, konnten Mieten und Gehälter nicht mehr vollständig beglichen werden, was zur Stilllegung des Betriebs führte. Zuvor hatte Kaiser noch Hoffnung, das Unternehmen retten zu können.

Ursachen der Insolvenz

Die Geschichte des Unternehmens begann im Jahr 2003 unter dem Namen „fabfab“. Der Online-Handel mit Stoffen, Schnittmustern und Nähkursen erlebte ein stetiges Wachstum. Während der Corona-Pandemie stieg der Jahresumsatz auf über 50 Millionen Euro. Im Jahr 2021 erfolgte die Umbenennung in „The Creative Club“. Nach eigenen Angaben verließen täglich bis zu 4000 Pakete das Lager in Schenefeld. Trotz dieser Zahlen konnte das Unternehmen jedoch nie profitabel wirtschaften. Eine luxemburgische Holding, die als Hauptgesellschafter fungierte, deckte über Jahre die Verluste. Als die finanziellen Belastungen zu hoch wurden und kein neues Kapital mehr zur Verfügung stand, blieb nur der Weg zum Amtsgericht.

Folgen für die Mitarbeiter und Kunden

Die 170 Mitarbeiter des Online-Shops müssen nun mit Kündigungen rechnen. Kaiser, der als Rechtsanwalt in Hamburg tätig ist, erklärte, dass es keine Interessenten für eine Fortführung des Betriebs gab. Einige potenzielle Käufer zeigten lediglich Interesse an Teilen der Belegschaft oder an einzelnen Vermögenswerten, wie der Domain „stoffe.de“.

Die Webseite des Unternehmens bleibt zwar erreichbar, verkauft jedoch keine Produkte mehr. Auf der Seite wird darauf hingewiesen, dass das Sortiment abverkauft ist und offene Bestellungen bearbeitet werden. Kunden werden gebeten, ihre bereits gekauften digitalen Produkte bis zum 11. Februar 2026 herunterzuladen, da eine Bereitstellung danach nicht mehr gewährleistet werden kann.

Bildquelle: Digital Buggu auf Pexels

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