Gianluigi Aponte, der CEO der Mediterranean Shipping Company (MSC), wird als der größte Reeder weltweit angesehen. Nun hat er offenbar auch die Hamburger Reederei Hapag-Lloyd ins Visier genommen.
Die MSC, die bereits 49,9 Prozent an der Hamburger Hafenlogistikgesellschaft HHLA erworben hat, plant laut Informationen des „Manager Magazins“ eine langfristige Übernahme von Hapag-Lloyd, die als die fünftgrößte Reederei der Welt gilt. Aponte, der 85 Jahre alt ist, strebt demnach nicht nur den Erwerb von Aktien an, sondern will die Kontrolle über das Unternehmen übernehmen.
Berichten zufolge hat Aponte bereits seit geraumer Zeit versucht, mit den Eigentümern von Hapag-Lloyd in Verhandlungen zu treten. Trotz der bisherigen Ablehnung seiner Angebote bleibt er jedoch hartnäckig. MSC selbst wies die Berichte über die Übernahmepläne als „nicht wahr“ zurück, während Hapag-Lloyd sich zu den Vorwürfen nicht äußern wollte.
Hapag-Lloyd: Widerstand gegen Übernahme
Die Übernahme von Hapag-Lloyd könnte sich als äußerst schwierig erweisen, selbst wenn Aponte ernsthaftes Interesse hat. Der Hamburger Milliardär Klaus-Michael Kühne und die chilenische Reederei CSAV halten jeweils 30 Prozent der Anteile an Hapag-Lloyd. Ein bestehender Vertrag verpflichtet beide Partner, ihre Anteile bis Ende 2030 zu halten, nachdem der ursprüngliche Aktionärspakt, der in diesem Jahr auslaufen sollte, verlängert wurde. Zudem hält die Stadt Hamburg 13,9 Prozent der Anteile.
Aponte erweitert sein Imperium
Gianluigi Aponte, der mit MSC die größte Containerreederei der Welt führt, zeigt keine Anzeichen von Stillstand. Im Jahr 2024 erwarb er bereits 49,9 Prozent der HHLA und hat kürzlich auch eine Flotte von Öltankern gekauft. Zudem schloss er eine Beteiligung am Billigflieger Easyjet nicht aus.
Die Entwicklungen rund um Aponte und Hapag-Lloyd werfen Fragen über die zukünftige Struktur der globalen Schifffahrtsindustrie auf und könnten weitreichende Auswirkungen auf den Hamburger Hafen und die maritime Wirtschaft haben.
Quellen: mopo, Capital, manager magazin
Bildquelle: KI generiert