Berlin – Claudia Kemfert, eine Energieökonomin des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW), hat angesichts der derzeit niedrigen Füllstände in den deutschen Gasspeichern eindringlich zum Gassparen geraten.
„Es ist ratsam, den Gasverbrauch weiterhin zu reduzieren“, erklärte Kemfert in einem Interview mit den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Ausgaben vom Dienstag). „Wer die Möglichkeit hat, sollte auch einen Wechsel zu einer Gasheizung in Betracht ziehen, denn jede neue Wärmepumpe senkt dauerhaft die Kosten, verringert Abhängigkeiten und mindert Krisenrisiken.“
Alarmierende Situation der Gasspeicher
Die gegenwärtig für diese Jahreszeit ungewöhnlich niedrigen Füllstände der deutschen Gasspeicher betrachtet Kemfert als alarmierend. „Die Versorgung ist momentan gesichert, jedoch sind die geringen Füllstände ein deutliches Warnsignal“, betonte die Wissenschaftlerin. „Der Puffer ist kleiner als in den Vorjahren, was die Anfälligkeit für Kälteperioden und Preisschwankungen erhöht.“ NACHBÖRSE/XDAX -0,1% auf 24.805 Pkt
Abhängigkeit vom Weltmarkt
Durch den Import von LNG (Flüssigerdgas) hat Deutschland zwar an Flexibilität gewonnen, ist jedoch auch stärker von den Schwankungen des Weltmarktes abhängig. Sollte US-Präsident Donald Trump beschließen, die LNG-Exporte zu stoppen, wäre ein sofortiger Versorgungsengpass „unwahrscheinlich“, so Kemfert, „aber ein deutlicher Preisschock ist sehr realistisch.“ Besonders kritisch wäre die Situation bei der Speicherbefüllung im Sommer, die dann erheblich schwieriger und kostspieliger werden könnte. Bringt Indien-Deal die Wende?: EU unter Druck: So will man USA und China die Stirn bieten
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