„Wir müssen dringend mehr Schutzmaßnahmen ergreifen“, fordert Mathis Neuburger, stellvertretender Chefredakteur der MOPO, angesichts der alarmierenden Zahlen des Robert Koch-Instituts (RKI). Während der Hitzewelle Mitte Juni sind in Deutschland mindestens 5100 Menschen, überwiegend ältere Personen, gestorben.
Hitzewelle und ihre Folgen
Die kurze, aber intensive Hitzeperiode hat bereits verheerende Auswirkungen gezeigt. Meteorologen warnen vor einer weiteren Hitzewelle, die einen „Katastrophensommer“ mit wochenlanger Hitze und extremer Dürre mit sich bringen könnte. „Wenn jemand wissen möchte, wie der Klimawandel sich anfühlen wird, dann ist es genau so“, erklärt Neuburger. Hitzewellen könnten bald zur Normalität werden.
Unzureichende Schutzmaßnahmen
In Deutschland wird oft der Eindruck vermittelt, dass man der Hitze hilflos ausgeliefert ist. Viele Alten- und Pflegeheime sind nicht mit Klimaanlagen ausgestattet, und selbst neue Schulen in Hamburg erreichen Temperaturen, die den Unterricht unmöglich machen. „In dem Büro, in dem ich arbeite, ist es bei über 30 Grad kaum auszuhalten“, berichtet Neuburger.
Notwendige Maßnahmen zur Verbesserung
Um den Auswirkungen der Hitze entgegenzuwirken, sind umfassende Maßnahmen erforderlich. Folgende Schritte sollten in Betracht gezogen werden:
- Begrünung von Fassaden und Dächern
- Installation von Trinkwasserspendern an öffentlichen Orten
- Schattenspendende Bäume auf Straßen und Plätzen
- Einbau von Klimaanlagen in Altenheimen, Kliniken, Schulen und Büros
„Es ist nicht schwer, diese Maßnahmen umzusetzen. Wenn es heiß ist, haben wir sogar ausreichend Solarstrom, um Klimaanlagen klimaneutral zu betreiben“, so Neuburger. Dennoch hat die Umweltbehörde in Hamburg im Jahr 2020 den Einbau von Klimaanlagen durch bürokratische Hürden erschwert. Diese Situation muss sich dringend ändern.
Quellen: mopo, stern
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