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Deutschland erzielt im ersten Quartal 2026 wieder Stromüberschuss im Export

Deutschland hat im ersten Quartal 2026 wieder mehr Strom exportiert als importiert, was auf gesunkene Großhandelspreise zurückzuführen ist. Der Nettoexport von 2,5 Terawattstunden markiert einen Wendepunkt nach fast drei Jahren.

Deutschland erzielt im ersten Quartal 2026 wieder Stromüberschuss im Export
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Deutschland erzielt im ersten Quartal 2026 wieder Stromüberschuss im Export

Im ersten Quartal des Jahres 2026 hat Deutschland erneut mehr Strom ins Ausland exportiert als importiert. Dies markiert den ersten Nettoexport seit dem vierten Quartal 2023. Laut Angaben der Bundesnetzagentur wurden von Januar bis März insgesamt 17,9 Terawattstunden exportiert, während die Importe bei 15,3 Terawattstunden lagen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2025, in dem noch ein Importüberschuss von 4,0 Terawattstunden verzeichnet wurde, zeigt dies eine signifikante Wende.

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Die Bundesnetzagentur führt den Nettoexport auf die gesunkenen Großhandelspreise in Deutschland zurück, die stärker gefallen sind als in den meisten Nachbarländern.

„Somit war es für Stromversorger in diesen Ländern häufiger finanziell sinnvoll, Strom von deutschen Erzeugern einzukaufen“,

erklärte die Behörde. Im Umkehrschluss gab es für deutsche Anbieter seltener einen finanziellen Anreiz, Strom im Ausland zu beziehen.

Strommix und Erneuerbare Energien

In den ersten vier Monaten des Jahres 2026 wurden in Deutschland insgesamt 177 Terawattstunden Strom erzeugt, von denen 161 Terawattstunden ins öffentliche Netz eingespeist wurden. Der Anteil erneuerbarer Energien am Strommix liegt bei 57,5 Prozent. Dies zeigt, dass die Erneuerbaren zunehmend an Bedeutung gewinnen, während der Anteil fossiler Brennstoffe kontinuierlich abnimmt.

Die größte Quelle für die deutschen Stromexporte war im ersten Quartal die Windenergie, die einen wesentlichen Teil der exportierten Menge ausmachte. Insgesamt stammten 57,1 Prozent der Stromexporte aus erneuerbaren Energien. Bei den Importen stieg der Anteil der Erneuerbaren auf 50,2 Prozent.

„Kernenergie machte erneut den größten Anteil der einzelnen Energieträger aus“,

so die Bundesnetzagentur.

Exportziele und Nachbarländer

Österreich war im ersten Quartal der größte Abnehmer deutscher Stromexporte, gefolgt von Dänemark und Norwegen. Besonders bemerkenswert sind die Zuwächse bei den Exporten nach Dänemark und Norwegen, während die Exporte nach Frankreich um etwa die Hälfte im Vergleich zum Vorjahresquartal zurückgingen.

  • Österreich: Größter Stromabnehmer
  • Dänemark: Hohe Zuwächse bei den Exporten
  • Norwegen: Wichtiger Abnehmer
  • Frankreich: Exporte halbiert

Die Entwicklung des Strommarktes in Deutschland zeigt, dass die Energiewende Fortschritte macht und die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen weiter abnimmt. Das Ziel, bis zum Jahr 2030 einen Anteil von 80 Prozent erneuerbarer Energien am Strommix zu erreichen, bleibt weiterhin im Fokus der politischen und wirtschaftlichen Agenda.


Quellen: n-tv, strom-report, boersen-kurier

Bildquelle: depositphotos

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