Analysten hatten bereits mit einem Rückgang gerechnet: Der Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck präsentiert äußerst enttäuschende Geschäftszahlen. Der Gewinn des Unternehmens ist im ersten Quartal 2026 um 80 Prozent gesunken. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum fiel das Konzernergebnis von 749 Millionen Euro auf nur noch 149 Millionen Euro, wie der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mitteilte.
Der Umsatz verringerte sich um 13 Prozent auf 9,98 Milliarden Euro. Das operative Ergebnis (Ebit) brach um 71 Prozent von einer Milliarde Euro auf 292 Millionen Euro ein. Analysten, die das Unternehmen befragte, hatten bereits mit solch schwachen Ergebnissen gerechnet.
Die finanziellen Schwierigkeiten sind in erster Linie auf eine verringerte Profitabilität im nordamerikanischen Markt zurückzuführen. Dennoch berichtete Daimler Truck von einer „positiven Dynamik“ bei den Auftragseingängen, die im ersten Quartal um 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal gestiegen sind. In den USA haben sich die Auftragseingänge noch deutlicher erholt.
„Wir sind gut aufgestellt, um im weiteren Jahresverlauf trotz eines herausfordernden ersten Quartals weitere Verbesserungen zu erzielen“, erklärte Karin Rådström, die CEO von Daimler Truck. Sie fügte hinzu: „Diese Dynamik dürfte sich in den kommenden Quartalen positiv auf unsere Geschäftsentwicklung auswirken.“
Der schwächelnde Markt in den USA und ein Rückgang bei den Verkaufszahlen von Bussen haben zu einem weiteren Absatzrückgang bei Daimler Truck geführt. Im ersten Quartal 2026 wurden weltweit 68.849 Lastwagen und Busse verkauft, was einem Rückgang von neun Prozent entspricht.
Unter Druck nach Gewinneinbruch
Der Gewinn des unter Druck stehenden Nutzfahrzeugherstellers war im Vorjahr bereits um 34 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf zwei Milliarden Euro gesunken. US-Zölle und eine schwache Nachfrage in Nordamerika hatten das Geschäft stark belastet, was auch zu einem Rückgang von Umsatz und Absatz führte.
Um wettbewerbsfähiger zu werden, hatte Daimler Truck bereits im vergangenen Jahr das Sparprogramm „Cost Down Europe“ ins Leben gerufen. Bis 2030 sollen die laufenden Kosten in Europa um mehr als eine Milliarde Euro gesenkt werden. In Deutschland sind etwa 5.000 Stellen betroffen, insbesondere bei der Lkw-Marke Mercedes. Auch in Nordamerika sind Einsparungen geplant.
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Quellen: n-tv