Der Konflikt zwischen den USA und Israel gegen den Iran sowie die darauf folgenden Vergeltungsmaßnahmen haben zu einem Rückgang des deutschen Aktienmarktes zu Beginn der Woche geführt. Dies ist auf die stark gestiegenen Öl- und Gaspreise infolge des Krieges zurückzuführen. Der Dax verlor am Montag in den ersten Handelsstunden 2,3 Prozent und fiel auf 24.697 Punkte. Am Freitag hatte der deutsche Leitindex noch nahe seinem Rekordhoch von Mitte Januar gelegen.
Am Samstag führten Israel und die USA einen Angriff auf den Iran durch, bei dem unter anderem das iranische Staatsoberhaupt, der Religionsführer Ajatollah Ali Chamenei, getötet wurde. Teheran reagierte mit Angriffen auf israelische Ziele sowie auf mehrere US-Militärstützpunkte in der Golfregion.
Der MDax, der die mittelgroßen Unternehmen abbildet, verzeichnete zum Wochenstart einen Rückgang von 2,7 Prozent auf 30.706 Punkte. Der EuroStoxx 50, der Leitindex der Eurozone, fiel um 2,3 Prozent. An der Pariser Börse sanken die Kurse um 2,36 Prozent, während der FTSE-Index in London zunächst nur um 0,93 Prozent nachgab.
Bereits zuvor hatten die asiatischen Börsen überwiegend im Minus eröffnet. Besonders stark fielen die Aktienkurse von Fluggesellschaften, die aufgrund der Krise im Nahen Osten ihre Flüge in die Region vorübergehend einstellen mussten. Wichtige Luftfahrt-Drehkreuze wie Dubai sind betroffen. Im Gegensatz dazu stiegen die Kurse von Energiefirmen, da der Konflikt im Nahen Osten den Ölpreis bereits erheblich in die Höhe getrieben hat. Die Märkte sind besorgt über die Verschärfung der geopolitischen Spannungen im Nahen Osten und deren mögliche Auswirkungen auf die regionale Stabilität sowie die Energieversorgung. Analyst John Plassard von der Cité Gestion Private Bank betont, dass die Anleger vor allem um die deutlich höheren Ölpreise und mögliche Störungen der Lieferketten besorgt sind, was das Risiko einer höheren Inflation mit sich bringt, wie Analystin Kat Hudson von Hargreaves Lansdown erläutert.
Der DAX zeigt Anzeichen einer Fortsetzung des Aufwärtstrends in Vorbereitung auf die kommenden Wochen.
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Bildquelle: ai-generated-gemini