Der Außenhandelsverband BGA erwartet, dass das Zollabkommen zwischen der Europäischen Union und den USA in seiner aktuellen Form nicht mehr haltbar ist. Dies ist eine Reaktion auf das jüngste Urteil zur Handelspolitik von US-Präsident Donald Trump. Trump kündigt weltweiten Zoll von 10 Prozent an.
BGA-Präsident Dirk Jandura äußerte sich in einem Interview mit der Funke-Mediengruppe und betonte: „Infolge des Urteils ist das Abkommen zwischen EU und USA politisch faktisch hinfällig.“ Er hob hervor, dass es nun umso wichtiger sei, dass die Europäer den Dialog mit Washington suchen, um mehr Stabilität im transatlantischen Handel zu gewährleisten.
Folgen des Urteils des Supreme Court
Der Supreme Court in Washington entschied am Freitag, dass Trump sich bei der Einführung von Zöllen nicht auf ein spezielles Notstands-Gesetz berufen kann. Die Auswirkungen der US-Zölle auf den im Sommer geschlossenen Zoll-Deal mit der EU sind derzeit noch unklar. Die zuständigen Verhandler im Europaparlament haben am Montag die Arbeit an dem Abkommen vorerst eingestellt.
Die EU-Kommission in Brüssel forderte die US-Regierung auf, schnell Klarheit über die nächsten Schritte und die rechtlichen Konsequenzen des Urteils zu schaffen. Bringt Indien-Deal die Wende?
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