Der Schweizer Aktienmarkt hat den Handel am Dienstag mit einem positiven Ergebnis abgeschlossen. Die Unterstützung kam von den US-Börsen, die erneut zulegen konnten. Dennoch hielten sich die Anleger vor dem bevorstehenden Zinsentscheid der US-Notenbank am Mittwoch zurück. Allgemein wird erwartet, dass die Federal Reserve den Leitzins stabil lassen wird. Zudem dämpfen geopolitische Unsicherheiten und die US-Zollpolitik die Risikobereitschaft der Investoren.
Marktentwicklung und SMI-Performance
Der Swiss Market Index (SMI) verzeichnete einen Anstieg von 0,6 Prozent auf 13.216 Punkte. Von den 20 SMI-Werten konnten 14 Aktien zulegen, während sechs im Minus schlossen. Insgesamt wurden 17,28 Millionen Aktien gehandelt, im Vergleich zu 19,01 Millionen am Vortag.
Swisscom und andere Unternehmen im Fokus
Die Swisscom-Aktie war der stärkste Wert im SMI und legte um 4 Prozent zu. Der Telekommunikationsanbieter plant, die Preise für verschiedene Abonnements ab April zu erhöhen.
Auch ABB zeigte sich stark und verzeichnete einen Anstieg von 1,8 Prozent. Analysten von Kepler Chevreux hatten die Aktie auf „Buy“ hochgestuft. ABB wird am Donnerstag die Zahlen für das vierte Quartal veröffentlichen und damit die Bilanzsaison im Industriegütersektor einläuten. Bringt Indien-Deal die Wende?
Roche und Logitech im Rückgang
Die Roche-Aktie fiel um 0,1 Prozent, trotz ermutigender Phase-2-Studiendaten zu einem Abnehmspritze. Analysten von Vontobel erwarten, dass das Produkt frühestens 2028 auf den Markt kommt, mit einem geschätzten Spitzenumsatz von 2,5 Milliarden Schweizer Franken. Ein positiver Analystenkommentar konnte den Kurs nicht stützen. Im Gegensatz dazu stieg die Novartis-Aktie um 0,6 Prozent.
Logitech hingegen verlor 1,3 Prozent, während das Unternehmen am Dienstagabend seine Geschäftszahlen veröffentlichen wird.
Siegfried mit starkem Anstieg
In der zweiten Reihe stieg die Aktie von Siegfried um 13,5 Prozent. Die Übernahme des Wirkstoffgeschäfts der Noramco Group und der Extractas Bioscience wurde von den Anlegern positiv aufgenommen. Analysten von Stifel lobten die Erweiterung der Präsenz in den USA und bezeichneten die Transaktion als attraktiv, da sie eine kritische Lücke in der Wertschöpfungskette schließe.
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