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17,6 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht

Rund 17,6 Millionen Menschen in Deutschland sind 2025 von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht. Die aktuellen Zahlen zeigen, dass insbesondere Alleinlebende und Alleinerziehende stark betroffen sind.

17,6 Millionen Menschen in Deutschland von Armut bedroht

Die finanzielle Situation vieler Menschen in Deutschland bleibt angespannt. Im Jahr 2025 waren etwa 17,6 Millionen Personen von Armut oder sozialer Ausgrenzung betroffen, was 21,2 Prozent der Gesamtbevölkerung entspricht, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr, in dem der Anteil bei 21,1 Prozent lag, blieb dieser Wert nahezu konstant.

Ergebnisse des Mikrozensus

Diese Zahlen stammen aus den ersten Ergebnissen des Mikrozensus, bei dem 47.444 Haushalte und 81.255 Personen ab 16 Jahren zu Einkommen und Lebensbedingungen befragt wurden. Laut den Statistikern hatten zuletzt rund 13,3 Millionen Menschen, was 16,1 Prozent der Bevölkerung entspricht, ein Einkommen, das unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze liegt. Im Vorjahr waren es noch 15,5 Prozent.

Definition der Armutsgefährdung

Nach der Definition der Europäischen Union gilt eine Person als armutsgefährdet, wenn ihr Einkommen weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens der Gesamtbevölkerung beträgt. Für Alleinlebende lag diese Grenze im Jahr 2025 bei netto 1446 Euro pro Monat (2024: 1381 Euro). Für Haushalte mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern unter 14 Jahren betrug die Grenze 3036 Euro (2024: 2900 Euro).

Besondere Risikogruppen

Besonders hohe Armutsgefährdungsquoten verzeichneten laut dem Bundesamt Haushalte von Alleinlebenden mit 30,9 Prozent und Alleinerziehenden mit 28,7 Prozent. Arbeitslose wiesen mit 64,9 Prozent die höchste Armutsgefährdungsquote auf. Auch andere Nichterwerbstätige (33,8 Prozent) sowie Rentner (19,1 Prozent) sind überdurchschnittlich betroffen.

EU-Definition von Armut

Nach der EU-Definition sind Menschen von Armut oder sozialer Ausgrenzung bedroht, wenn sie mindestens eine von drei Bedingungen erfüllen: Ihr Einkommen liegt unterhalb der Armutsgefährdungsgrenze, sie leben in einem Haushalt mit erheblicher materieller und sozialer Entbehrung oder sie wohnen in einem Haushalt mit sehr geringer Erwerbsbeteiligung. Was die EU-Staaten zur Migrationspolitik beschlossen haben.

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Bildquelle: Bildquelle: Jonathan Goerke auf Pexels

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