Neue Schneefälle sind angekündigt, während Eisregen die Straßen in gefährliche Rutschbahnen verwandelt. Im Winter können Niederschläge schnell zur Gefahr werden. Gleichzeitig gibt es jedoch auch Experten, die eine Bedrohung darin sehen, dass es nicht bald deutlich mehr schneit. Unter diesen Fachleuten befinden sich zahlreiche Meteorologen.
„Die Trockenheit ist ein ernstes Problem“, äußert Jürgen Schmidt. Bereits im Dezember sei der Niederschlag deutlich unter dem Normalwert geblieben, erklärt der Diplom-Meteorologe auf Anfrage. Auch im Januar bleibe es in vielen Regionen weiterhin zu trocken: „Es fehlt der entscheidende Winter-Niederschlag, der notwendig ist, um das Grundwasser aufzufüllen.“ Winterwetter: Schnee und eisige Temperaturen in Europa könnte hier eine Rolle spielen.
Wetterdienst warnt vor Niederschlagsdefizit
Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat ebenfalls ein „Niederschlagsdefizit“ festgestellt. Der Diplom-Meteorologe Dominik Jung befürchtet sogar, dass dieser Winter auf einen Negativrekord zusteuert. Er sei auf dem besten Weg, einer der zehn trockensten Winter seit Beginn der Wetteraufzeichnungen im Jahr 1881 zu werden. Was bisher für Ende Januar und den Februar absehbar sei, reiche nicht aus, um die Situation noch zu verbessern.
Die Prognose des Langfristmodells CFS für den Februar zeigt, dass es in Deutschland voraussichtlich zu trocken bleiben wird. Dürrekarten, die vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung erstellt wurden, verdeutlichen die Besorgnis: Diese Karten leuchten aktuell in Rot- und Orangetönen, ähnlich wie in anderen Jahren während des Hochsommers.
Folgen eines trockenen Winters
Die zweite Jahreshälfte 2025 hatte zwar eine gewisse Entspannung gebracht. In ihrer Herbstbilanz berichteten die Helmholtz-Experten, dass die Böden in den obersten 25 Zentimetern „in den meisten Regionen wieder gut mit Wasser versorgt“ seien. Dennoch betonten sie auch: „Es werden weitere niederschlagsreiche Wintermonate erforderlich sein, um das bestehende Wasserdefizit im Gesamtboden abzubauen.“ Hamburg: Namensgebung für Wetterereignisse 2026 könnte in diesem Kontext von Interesse sein.
Aktuell ist der Oberboden in vielen Regionen äußerst trocken. Diese Niederschläge bleiben jedoch aus, was erhebliche und möglicherweise langfristige Folgen haben könnte. „Ein trockener Winter kann die Voraussetzungen für einen sehr warmen bis heißen Sommer schaffen“, erklärt Dominik Jung. „Ein Rekordtrocken-Winter erhöht die Wahrscheinlichkeit für einen Hitzesommer deutlich.“
- Erklärt: Was ein heller Januar über den Sommer verrät
- Warnung: Betreten von Eisflächen birgt Risiken
„`
Bildquelle: Simon Mannweiler via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)