Hintergrundinformationen über die jüngsten Äußerungen von Susie Wiles, der Stabschefin des Weißen Hauses, zeigen brisante Einblicke in den inneren Machtzirkel von US-Präsident Donald Trump. In einem Artikel des Magazins Vanity Fair äußerte Wiles, Trump besitze „die Persönlichkeit eines Alkoholikers“. Diese Äußerung sorgte für erhebliche Schlagzeilen und Diskussionen.
Obwohl Wiles schnell auf ihre Aussagen reagierte und dem Magazin vorwarf, die Zitate aus dem Kontext gerissen zu haben, beschreibt der Artikel ihre Zeit an der Seite des Präsidenten auf bemerkenswert direkte und teils harsche Weise. Unklar bleibt zunächst, wie Trump auf diese Worte seiner langjährigen Vertrauten reagierte.
Vorwürfe und Rückzug
Der Artikel von Vanity Fair, der am Dienstag veröffentlicht wurde, basiert auf Gesprächen mit Wiles an insgesamt elf verschiedenen Tagen. Die Zitate, die Wiles getroffen haben soll, wurden teilweise fragmentarisch wiedergegeben. Dies betrifft auch die Aussage über die „Persönlichkeit eines Alkoholikers“. Wiles hingegen behauptet, ihre Aussagen seien aus dem Kontext gerissen worden.
Ein weiteres Urteil von Wiles über Trump lautet: „Er handelt in der Überzeugung, dass es nichts gibt, was er nicht schaffen kann. Nichts, absolut nichts.“ In einer Reaktion auf X warf Wiles dem Magazin vor, essentielle Zusammenhänge in dem Artikel zu ignorieren. Zwar dementiert Wiles nicht, die Aussagen getroffen zu haben, sie bezeichnete den Text als „verleumderischen Angriff“.
Reaktionen aus Trumps Umfeld
Wiles, die als eine der einflussreichsten Persönlichkeiten im Umfeld von Trump gilt, erhielt Unterstützung von Trumps Sprecherin Karoline Leavitt. Diese betonte, dass der Präsident keine loyalere Beraterin als Wiles habe. Auch Russell Vought, der Leiter des US-Haushaltsamtes, stellte sich hinter die Stabschefin und lobte ihre Verlässlichkeit in der Zusammenarbeit.
Wiles äußerte sich zudem über Trumps Umgang mit Kritikern und politische Gegner, wobei sie klarstellte, dass es sich nicht um Vergeltungsaktionen handele. Ihrer Meinung nach denkt Trump nicht ständig an Rache, nutzt jedoch Gelegenheiten, wenn sie sich bieten.
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