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Was Rossmann-Chef über die AfD und Branchenkollegen sagt

Raoul Roßmann, der Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann, hat sich im Kontext der Diskussion über die AfD klar für seinen Mitbewerber dm ausgesprochen. In einem Gespräch…

Was Rossmann-Chef über die AfD und Branchenkollegen sagt

Raoul Roßmann, der Geschäftsführer der Drogeriekette Rossmann, hat sich im Kontext der Diskussion über die AfD klar für seinen Mitbewerber dm ausgesprochen. In einem Gespräch mit Christoph Werner, dem CEO von dm, erklärte Roßmann: „Ich möchte an dieser Stelle betonen, dass ich zutiefst bedauere, wie unser Austritt aus dem Verband der Familienunternehmer instrumentalisiert wurde, um auch die aufrechte Haltung von dir, Christoph, und von dm zu verunglimpfen.”

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Der Verband der Familienunternehmer hatte im Oktober einen Parlamentarischen Abend in Berlin veranstaltet, bei dem erstmals auch AfD-Vertreter eingeladen waren. Präsidentin Marie-Christine Ostermann gab bekannt, dass das „Kontaktverbot” zu AfD-Bundestagsabgeordneten aufgehoben wurde. In der Folge kam es jedoch zu scharfer Kritik, die mehrere Unternehmen, darunter Rossmann, Vorwerk und Fritz-Kola, zum Austritt aus dem Verband veranlasste. Der Verband zog die Einladung für die AfD-Vertreter schließlich zurück, nachdem dieser Schritt als Fehler erkannt wurde.

Politische Auseinandersetzung und Wertschätzung

In der Debatte äußerte die Drogeriekette dm, dass politische Auseinandersetzungen über Inhalte und nicht über Ausgrenzung und Diffamierung geführt werden sollten. Christoph Werner, CEO von dm, berichtete von zahlreichen Zuschriften und einer Welle der Kritik in sozialen Medien, die ihm und seinem Unternehmen eine Parteinahme für die AfD vorwarfen. Werner kritisierte den Einsatz von „Verleumdung, Beschämungen und Boykottaufrufen” in öffentlichen Debatten.

Roßmann unterstützte diese Ansicht und äußerte, dass die Diskussion auf die Formel „Rossmann gegen dm” verkürzt wurde. Dies ärgere ihn, weil er eine gegenseitige Wertschätzung zwischen den Unternehmen betont und auf die Freundschaft zwischen ihren Vätern verweist. Gleichzeitig legte er seine Position gegenüber der AfD dar: „Wir dürfen aber auch nicht naiv sein. Die AfD wird nicht gewählt, weil ihr Wirtschaftsprogramm formidabel wäre. Im Gegenteil, es wäre in vielerlei Hinsicht eine Katastrophe für den Standort.”

Demokratische Verantwortung

Roßmann betonte, dass es ihm nicht nur um wirtschaftliche Gesichtspunkte gehe. Die Brandmauer stehe für ihn als Symbol dafür, dass demokratische Parteien beschlossen haben, nicht mit extremistischen Kräften zusammenzuarbeiten. Er betrachtet dies auch aus historischen Gründen als richtig, da es um die Grundlagen der Demokratie gehe. „Ich bin nicht nur Unternehmer, sondern Bürger dieses Landes. Meine Verantwortung endet nicht an der Tür der Rossmann-Filiale,” fügte Roßmann hinzu.

Bildquelle: Joshua J. Cotten auf Unsplash

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