Die Supermarktkette Rewe hat eine Rückrufaktion für eine Tiefkühlbeerenmischung eingeleitet, nachdem Hepatitis-A-Viren in dem Produkt nachgewiesen wurden. Diese Maßnahme dient dem Schutz der Verbraucher.
Betroffen ist die „ja! Beerenmischung“ im 750-Gramm-Beutel, wobei die Rückrufaktion sich ausschließlich auf die Charge mit der Nummer L-26085 und einem Mindesthaltbarkeitsdatum vom 15.03.2028 bezieht. Diese spezifischen Packungen sind bereits aus den Regalen entfernt worden.
Hergestellt wird das Produkt von Eurogroup España Frutas y Verduras S.A.U. Es war in mehreren Bundesländern erhältlich, darunter Baden-Württemberg, Berlin, Bremen, Hessen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland. Auch in Luxemburg wurde diese Charge angeboten.
Die Rückrufaktion ist bundesweit gültig und umfasst vor allem Filialen der REWE-Group, zu der auch Nahkauf zählt. Das Produkt ist zudem in den Geschäften von Hit erhältlich. Verbraucher sollten ihre Tiefkühltruhen auf die betroffene Beerenmischung überprüfen. Eine Rückgabe der Ware ist in den Geschäften ohne Vorlage eines Kassenbons möglich; der Kaufpreis wird in voller Höhe erstattet.
Hepatitis A äußert sich oft durch Symptome wie Übelkeit, Erbrechen und Bauchschmerzen. Begleitende Beschwerden können allgemeines Unwohlsein und leichtes Fieber sein. In schwereren Fällen kann es zur Gelbsucht kommen, die sich durch eine Verfärbung der Haut und der Augen sowie durch dunklen Urin und entfärbten Stuhl bemerkbar macht. Die Symptome können einige Tage bis mehrere Wochen andauern.
Besonders gefährdet sind vulnerable Gruppen wie ältere Menschen, Kinder, Personen mit geschwächtem Immunsystem und Menschen mit bestehenden Lebererkrankungen, da bei diesen das Risiko eines schwereren Verlaufs höher ist. In Deutschland erfolgt die Übertragung von Hepatitis-A-Viren häufig über kontaminierte Lebensmittel, insbesondere Tiefkühlkost und Meeresfrüchte aus dem Mittelmeerraum.
Eine Impfung gegen Hepatitis A kann bis zu 14 Tage nach dem Verzehr kontaminierter Lebensmittel noch wirksam sein. Dies gilt auch für die betroffene Beerenmischung. Informationen zur Hepatitis A-Impfung sind auf der Webseite des Robert-Koch-Instituts erhältlich.
Die Zuordnung einer Hepatitis A-Erkrankung zu einem spezifischen Lebensmittel kann aufgrund der Inkubationszeit von 15 bis 50 Tagen herausfordernd sein. Im Schnitt treten die ersten Symptome nach etwa vier Wochen auf. Personen, die die betroffene Charge konsumiert haben, sollten daher in den nächsten Wochen auf mögliche Anzeichen einer Erkrankung achten.
Das Bundesinstitut für Risikobewertung warnt seit Jahren vor dem Verzehr von tiefgekühltem Obst ohne vorheriges Erhitzen. Es wird empfohlen, Tiefkühlbeeren vor dem Verzehr immer zu erhitzen, um gesundheitliche Risiken zu minimieren. Neben Hepatitis-A-Viren können solche Produkte auch Noroviren enthalten, wenn sie unsachgemäß hergestellt werden.
Zusammenfassend ist es von Bedeutung, die Rückrufaktion ernst zu nehmen und die betroffenen Produkte nicht zu konsumieren. Verbraucher sollten sich über die Symptome einer Hepatitis A informieren und bei Verdacht auf eine Infektion sofort ärztlichen Rat einholen.
Quellen: news, Tagesspiegel
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