Die Bundesregierung hat aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten dringend von Reisen nach Israel abgeraten. Diese Empfehlung wurde vom Auswärtigen Amt (AA) aktualisiert, nachdem US-Präsident Trump dem Iran mit militärischen Maßnahmen gedroht hat.
Auf der Webseite des Auswärtigen Amts wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass von Reisen nach Israel sowie nach Ostjerusalem dringend abzuraten ist. Der Staat Israel befindet sich weiterhin in einem formellen Kriegszustand.
Hintergrund der Reisewarnung
Die Warnung ist im Kontext des Konflikts zwischen den USA und dem Iran zu verstehen. Sollte es zu einem US-Angriff auf den Iran kommen, wird befürchtet, dass Teheran als Reaktion Ziele in Israel angreifen könnte.
Das Auswärtige Amt beschreibt die Sicherheitslage in der Region als „angespannt und zunehmend volatil“. Es wird darauf hingewiesen, dass bei einer Eskalation auch in Israel und den Palästinensischen Gebieten ohne Vorwarnung sicherheitsrelevante Vorfälle eintreten könnten. Zudem sei jederzeit mit Einschränkungen im Flugverkehr zu rechnen, was Stornierungen von Flügen und mögliche langfristige Luftraumsperrungen einschließe.
Militärische Präsenz der USA in der Region
In Anbetracht eines möglichen militärischen Angriffs der USA auf den Iran, der auch Auswirkungen auf Israel und andere Länder in der Region haben könnte, hatte das Auswärtige Amt vor wenigen Tagen deutsche Staatsbürger vor Ort zu Sicherheitsvorkehrungen aufgefordert. Die Deutsche Botschaft in Tel Aviv riet dazu, sich darauf vorzubereiten, im Falle einer Luftraumsperrung durch iranische Angriffe längere Zeit am Aufenthaltsort bleiben zu müssen.
Verhandlungen über das iranische Atomprogramm
Aktuell verhandeln die USA und der Iran über das umstrittene iranische Atomprogramm. Präsident Trump hat der iranischen Regierung mit einem militärischen Angriff gedroht, falls die Verhandlungen scheitern sollten. Im Falle eines US-Angriffs wird erwartet, dass Teheran Israel mit Raketen attackieren könnte. Trump hat der iranischen Führung ein Ultimatum bis Anfang März gesetzt, um eine Einigung zu erzielen. In diesem Zusammenhang hat Washington seine militärische Präsenz in der Region zuletzt erheblich verstärkt. Zudem gab es kürzlich Berichte über 45 Tote nach Protesten im Iran, was die Situation weiter verschärft.
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Bildquelle: Echo Media Group