In Mexiko kommt es derzeit zu einer Welle von Gewalt, die nach der Tötung eines Drogenbosses durch das Militär ausgelöst wurde. Das Auswärtige Amt hat Urlauber dazu aufgerufen, besondere Vorsicht walten zu lassen.
„Wenn Sie sich an einem sicheren Ort aufhalten, wie beispielsweise in einem Hotel, sollten Sie dort bleiben und nicht unbedingt erforderliche Fahrten vermeiden“, heißt es in den aktuellen Reisehinweisen des Ministeriums.
Verhaltensempfehlungen für Reisende
Diese Empfehlung gilt für das gesamte Land. In verschiedenen Regionen Mexikos kommt es zu Unruhen, Straßensperren und Brandstiftungen. Insbesondere der Flugverkehr an einigen Flughäfen, vor allem im Bundesstaat Jalisco, wo der Zugriff auf den Kartellchef Nemesio Oseguera Cervantes („El Mencho“) stattfand, könnte zeitweise beeinträchtigt sein. Berichten zufolge fielen am Montag zahlreiche Flüge nach Guadalajara und Puerto Vallarta aus.
Obwohl die Unruhen hauptsächlich an der Pazifikküste stattfinden, wurde auch in den beliebten karibischen Urlaubsorten wie Cancún auf der Halbinsel Yucatán, wo viele deutsche Touristen verweilen, zur Wachsamkeit geraten.
Relevanz für deutsche Reiseveranstalter
Die Regionen, die besonders von der Gewalt betroffen sind, haben laut dem Deutschen Reiseverband für deutsche Reiseveranstalter keine Bedeutung. Ein Sprecher des Verbandes erklärte, dass keine Informationen vorliegen, wonach sich dort deutsche Reisende aufhalten. Die Lufthansa gab an, dass es aufgrund der Unruhen keine Auswirkungen auf ihren Flugverkehr gibt; Flüge von und nach München und Frankfurt finden planmäßig statt.
Reiserechtliche Aspekte
Reisende, die in naher Zukunft eine Pauschalreise an die Westküste Mexikos geplant haben, könnten diese möglicherweise ohne Stornierungskosten absagen. Dies gilt, wenn am Zielort oder in dessen unmittelbarer Nähe außergewöhnliche Umstände auftreten, die die Durchführung der Reise erheblich beeinträchtigen. In solchen Fällen sagen Reiseveranstalter oft auch eigenständig Reisen ab.
Es wird empfohlen, dass Pauschalreisende sich bei Bedenken direkt an ihren Reiseveranstalter wenden. Diese informieren häufig über die aktuelle Lage im Reiseland und verfügen über eigene Krisenmanagementteams.
Individualreisende und ihre Verantwortung
Individualreisende, die Flug und Unterkunft selbst gebucht haben, müssen das Risiko eigenständig einschätzen und sich mit der Airline sowie der Unterkunft in Verbindung setzen, falls sie ihre Reise verschieben möchten. Bei vorzeitigen Abreisen sind sie ebenfalls selbst verantwortlich, während Pauschalreisende in solchen Fällen Unterstützung von ihrem Veranstalter erwarten können.