Die Entscheidung ist getroffen: Deutschland wird beim Eurovision Song Contest 2026 von Sarah Engels vertreten. Die 33-jährige Musikerin setzte sich am Samstag in Berlin während der Show „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale“ gegen acht Mitbewerber durch.
Ihr Siegertitel trägt den Namen „Fire“ und soll insbesondere Frauen dazu ermutigen, ihre Träume zu verfolgen. In der ersten Phase der Show galt es, eine internationale Jury zu überzeugen, die aus 20 Mitgliedern bestand und das Teilnehmerfeld von neun auf drei Acts reduzierte. Anschließend entschied das Publikum durch Abstimmung über den endgültigen Gewinner, wobei Engels die meisten Stimmen erhielt.
Herausforderungen für die Kölner Sängerin
Die Herausforderung für die Kölnerin wird jedoch nicht einfach sein. In den letzten zehn Jahren schnitt Deutschland beim ESC häufig schlecht ab und landete oft auf den letzten oder vorletzten Plätzen. Lediglich Michael Schulte konnte 2018 mit einem vierten Platz ein bemerkenswertes Ergebnis erzielen. Die letzten deutschen Beiträge, gesungen von Isaak (2024, 12. Platz) und dem Duo Abor & Tynna (2025, 15. Platz), erreichten immerhin Mittelfeldplätze.
Sarah Engels: Ein Multitalent
Sarah Engels hat sich in verschiedenen Wettbewerben bereits als talentierte Künstlerin bewiesen. 2011 erreichte sie das Finale der Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“. Darüber hinaus nahm sie erfolgreich an Formaten wie „Let’s Dance“, „The Masked Singer“, „Das große Promibacken“ und „Dancing on Ice“ teil. Neben ihrer Musikkarriere ist sie auch als Influencerin mit 1,8 Millionen Followern auf Instagram aktiv, arbeitet als Schauspielerin, Eisläuferin bei „Holiday on Ice“ und hat kürzlich im Musical „Moulin Rouge!“ mitgewirkt. Von 2013 bis 2019 war sie mit dem Sänger Pietro Lombardi verheiratet.
Änderungen im ESC-Management
Im Gegensatz zu den Vorjahren ist in diesem Jahr nicht mehr der Norddeutsche Rundfunk (NDR) für den ESC verantwortlich, sondern der Südwestrundfunk (SWR). Auch Moderator Stefan Raab, der im Vorjahr noch die Auswahl des deutschen Beitrags leitete, war diesmal nicht Teil des Vorentscheids.
ESC 2026 in Wien
Österreich wird in diesem Jahr als Gastgeber des ESC fungieren, nachdem das Land den Wettbewerb 2025 mit dem Countertenor JJ und seiner Pop-Arie „Wasted Love“ gewonnen hat. Vorab sorgte die Teilnahme Israels für Kontroversen, da einige Länder den ESC als Reaktion auf die Situation im Gazastreifen boykottieren. Das Finale des Eurovision Song Contests findet am 16. Mai in Wien statt.
Bildquelle: Superbass via Wikimedia Commons (CC BY-SA 4.0)