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Einflussreiche Stimme der queeren Kultur verstummt: Auswirkungen auf die Szene

Der Regisseur Rosa von Praunheim (†83). Berlin 17.12.2025 / 14:08 Der renommierte Regisseur Rosa von Praunheim ist im Alter von 83 Jahren in Berlin verstorben,…

Einflussreiche Stimme der queeren Kultur verstummt: Auswirkungen auf die Szene

Der Regisseur Rosa von Praunheim (†83).

Berlin

17.12.2025 / 14:08

Der renommierte Regisseur Rosa von Praunheim ist im Alter von 83 Jahren in Berlin verstorben, wie der „Stern“ berichtet.

Vor wenigen Tagen hatte von Praunheim noch seinen langjährigen Lebensgefährten Oliver Sechting geheiratet, wovon er auf Instagram Bilder veröffentlichte.

Rosa von Praunheim, mit bürgerlichem Namen Holger Bernhard Bruno Mischwitzky, zählt zu den einflussreichsten deutschen Filmregisseuren und LGBTQ-Aktivisten. Geboren am 25. November 1942 in Riga, prägte er über Jahrzehnte den Neuen Deutschen Film sowie die queere Film- und Kulturszene.

Wegbereiter für LGBT-Rechte

Mit seinem wegweisenden Dokumentarfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ brachte er in den frühen 1970er-Jahren die Homosexualität erstmals offen in die öffentliche Diskussion und gilt als Mitbegründer der modernen Schwulen- und Lesbenbewegung in Deutschland.

In über fünf Jahrzehnten schuf von Praunheim mehr als 150 Kurz- und Langfilme, darunter Kultwerke wie „Die Bettwurst“ sowie zahlreiche Beiträge zu queeren Themen, AIDS-Prävention und gesellschaftlichen Randgruppen.

Vielseitiges Engagement

Neben seiner filmischen Tätigkeit war er auch als Autor, Produzent und Professor für Regie aktiv und setzte sich unermüdlich für die Sichtbarkeit und die Rechte sexueller Minderheiten ein. Sein Künstlername ist symbolisch angelehnt an den „Rosa Winkel“, den Homosexuelle während der NS-Zeit tragen mussten.

Bildquelle: Echo Media Group

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