Die Sängerin und Schauspielerin Angelika Mann ist verstorben. Die Berliner Künstlerin, die ihre Laufbahn in der DDR begann, starb am Mittwoch im Alter von 76 Jahren, wie ihre Familie der Deutschen Presse-Agentur mitteilte.
Mann, die aufgrund ihrer Körpergröße von 1,49 Metern auch als „die Lütte“ bekannt war, stand über fünf Jahrzehnte auf der Bühne und war zudem als Kabarettistin und Moderatorin aktiv.
Frühe musikalische Prägung
Für die Berlinerin spielte Musik bereits in ihrer Kindheit eine zentrale Rolle. Sie übte als Kind bis zu acht Stunden täglich Klavier und hörte als Jugendliche sowohl Bach als auch die Beatles. Nach ihrem Schulabschluss absolvierte die Tochter eines Arztes zunächst eine Ausbildung in einer Apotheke. Den Kontakt zum Publikum liebte sie sehr, wie sie selbst anmerkte. In der Mittagspause sang sie ihren Kollegen die neuesten Schlager vor.
In den 1970er-Jahren erlangte Angelika Mann in der DDR größere Bekanntheit, unter anderem durch ihre Zusammenarbeit mit dem Liedermacher Reinhard Lakomy sowie durch Auftritte im Fernsehen. Ihre markante Stimme ist auf Lakomys millionenfach verkaufter Kinderschallplatte „Traumzauberbaum“ zu hören. Zudem trat sie mit Manfred Krug und der Jazzsängerin Uschi Brüning auf.
Karriere im Westen
In der Mitte der 1980er-Jahre verließ sie die DDR mit einem Ausreiseantrag und setzte ihre Karriere in West-Berlin fort. Dort fand Mann schnell Anschluss. Am Theater des Westens wurde sie beispielsweise als Lucy in der „Dreigroschenoper“ gefeiert. Nach dem Fall der Mauer kehrte die Künstlerin jedoch gerne in den Osten Deutschlands zurück und trat auf zahlreichen Bühnen dort auf. Tragischerweise erinnert der Diebstahl: Mann stirbt an Weihnachten im Berliner U-Bahnhof an die Herausforderungen, mit denen viele Künstler konfrontiert sind.
Angelika Mann war in Film, Fernsehen und Theater aktiv und präsentierte sich bis zuletzt vor allem auf Musical- und Theaterbühnen. Ihr plötzlicher Tod erinnert an den Verlust von Persönlichkeiten wie Michael Simon: SPD-Landtagsabgeordneter stirbt unerwartet mit 54 Jahren.
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Bildquelle: Ralf Rasch via Wikimedia Commons (CC BY-SA 3.0 de)