VfL Wolfsburg strebt trotz VW-Krise den Wiederaufstieg an
Mit klaren Zielen geht der VfL Wolfsburg in die kommende Saison der 2. Bundesliga. Der Verein strebt an, schnellstmöglich in die Bundesliga zurückzukehren und hat dazu grundlegende Veränderungen eingeleitet.
In der Zentrale von Volkswagen arbeitet Konzernchef Oliver Blume intensiv an der Zukunft des Unternehmens. Nahe der Volkswagen Arena setzen die Verantwortlichen des VfL große Hoffnungen auf diese Entwicklungen, in der Erwartung, dass ihre Anstrengungen bald positive Ergebnisse zeigen. Ob der aktuelle Kurs erfolgreich sein wird, bleibt jedoch abzuwarten.
Nach dem Bundesliga-Abstieg bezeichnete Blume den VfL als Sanierungsfall. Er forderte einen Neuanfang und betonte, die Situation als Chance zur Erneuerung zu betrachten.
VW bekennt sich weiterhin zum VfL
„Wir werden alles hinterfragen und jeden Stein umdrehen, der in den vergangenen Jahren zur Routine geworden ist“, erklärte Blume im Juni. Trotz der Herausforderungen, mit denen Volkswagen konfrontiert ist, bleibt die Unterstützung für den VfL Wolfsburg stark. Für die kommende Saison erhält der Verein eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 50 Millionen Euro.
Diese Mittel stärken das Image des VfL Wolfsburg als finanzstarker Klub. Dennoch betont der neue Sport-Geschäftsführer Dieter Hecking, dass der Verein unabhängig von Volkswagen seine eigene Identität entwickeln möchte. Er hofft, dass der VfL in schwierigen Zeiten ein positives Zeichen für die VW-Mitarbeiter sendet.
Neuanfang nach dem Abstieg
In Wolfsburg war nach dem Abstieg in die 2. Bundesliga kein langes Klagen zu hören. Hecking, der als Cheftrainer für den Abstieg verantwortlich war, sieht die Situation als Gelegenheit für grundlegende Änderungen. „Es hätte besser laufen können, aber jetzt müssen wir diese Chance nutzen und konsequent handeln“, äußerte er.
Die Veränderungen betreffen sowohl die sportliche Leitung als auch die Vereinsstruktur. Hecking wurde zum Sport-Geschäftsführer ernannt, während die Geschäftsführung um Jens Klingfurt (Finanzen) und Steffen Grupp (Marketing, Vertrieb und Fanservice) ergänzt wurde.
Wolfsburg gilt als Favorit in der 2. Bundesliga
Mit der Verpflichtung von Tobias Strobl als neuem Cheftrainer, der zuvor den SC Verl in der 3. Liga betreute, sowie zahlreichen Neuzugängen hat der VfL Wolfsburg unmissverständlich klargemacht, dass der Aufstieg das oberste Ziel ist. Experten sind sich einig, dass der Verein der Favorit für die kommende Saison ist. Simon Terodde, der Rekordtorschütze der 2. Liga, äußerte, dass es sehr unwahrscheinlich sei, dass der VfL nicht aufsteige.
Optimistisch zeigt sich auch Kapitän Maximilian Arnold, der die Qualität der Neuzugänge hervorhebt. „Der Verein hat großartige Transfers getätigt“, sagte er und betonte die Wichtigkeit von charakterstarken, deutschsprachigen Spielern im Team.
Hochkarätige Neuzugänge und erhebliche Ausgaben
Die Wolfsburger haben in dieser Transferperiode insgesamt 22,7 Millionen Euro in neue Spieler investiert, was mehr ist als die Ausgaben aller anderen 17 Vereine zusammen. Zu den Neuverpflichtungen zählen Fabian Reese von Hertha BSC, Hauke Wahl vom FC St. Pauli und Robert Glatzel vom Hamburger SV. Zudem kehrte Elvis Rexhbecaj ablösefrei vom FC Augsburg zurück.
Auf der anderen Seite erzielte der VfL Wolfsburg bereits Einnahmen von 22,75 Millionen Euro durch Abgänge, darunter den Transfer von Lovro Majer zu AEK Athen.
Kaderverkleinerung steht an
Aktuell umfasst der Kader des VfL Wolfsburg 39 Spieler, was eine Verkleinerung notwendig macht. Trainer Strobl plant, den Kader zu straffen, und mehrere Spieler gelten als Verkaufskandidaten, darunter Torhüter Kamil Grabara und Stürmer Mohamed Amoura. Der Verein möchte jedoch den U21-Nationalstürmer Dzenan Pejcinovic nicht abgeben, für den eine Ablösesumme von etwa 25 Millionen Euro gefordert wird.
Quellen: n-tv, Die Zeit
Bildquelle: funky1opti from Wolfsburg, Deutschland via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)