Im Südosten Brasiliens wütete ein heftiges Unwetter, das verheerende Schäden verursachte und mindestens fünf Menschenleben forderte. Unter den Opfern ist der 41-jährige Ex-Profifußballer Tassio Maia dos Santos, der tragischerweise durch den Einsturz einer Mauer ums Leben kam.
Am 29. Juli 2026 wurde die Metropolregion der Millionenstädte Rio de Janeiro und São Paulo von einem gewaltigen Sturm mit Windgeschwindigkeiten über 100 Kilometern pro Stunde heimgesucht. Diese extremen Wetterverhältnisse führten zu massiven Zerstörungen: Bäume knickten um, Dächer wurden abgedeckt und es traten weitreichende Stromausfälle auf.
Der durch eine Kaltfront über dem Atlantik ausgelöste Sturm legte den Verkehr in den betroffenen Städten nahezu lahm. Die U-Bahn, der Hafenbetrieb sowie der Flugbetrieb am Flughafen Santos Dumont in Rio de Janeiro waren stark beeinträchtigt. Dramatische Videoaufnahmen hielten die heftigen Windböen fest, die sowohl Seilbahnkabinen als auch Bauarbeiter in Gefahr brachten.
In Rio de Janeiro kamen zwei Menschen durch den Mauersturz ums Leben, während ein Fischer seitdem als vermisst gilt. In São Paulo wurden zwei weitere Personen von umstürzenden Bäumen getötet, während ein drittes Opfer beim Kentern eines Bootes starb.
Tassio Maia dos Santos, der unter anderem für den Verein Botafogo spielte, war während des Sturms in Santa Teresa, einem Stadtteil von Rio de Janeiro, beschäftigt. Dort arbeitete er an einer historischen Villa, die für Hochzeiten genutzt wird. Als die Mauer dem Druck der Sturmböen nicht standhielt, wurden er und sein Kollege Vandre Cordeiro von den herabstürzenden Trümmern erfasst und verloren ihr Leben.
Der Verein Botafogo reagierte auf die Tragödie mit einer offiziellen Mitteilung und sprach der Familie des Verstorbenen sein tief empfundenes Beileid aus. Viele ehemalige Mitspieler und Fans schlossen sich den Beileidsbekundungen an.
Tassio Maia dos Santos begann seine Karriere 2002 und war bis zu seinem Rückzug im Jahr 2019 im Fußball aktiv. In dieser Zeit trat er für insgesamt 27 verschiedene Vereine an, was seine Wanderschaft durch den internationalen Fußball verdeutlicht. Neben brasilianischen Clubs sammelte er auch internationale Erfahrungen, unter anderem beim CSKA Sofia in Bulgarien, wo er ein Tor in der Europa League erzielte. Besonders seine Zeit bei Botafogo im Jahr 2015 bleibt vielen in Erinnerung.
Das Unwetter hinterließ in der Region massive Schäden. In Rio de Janeiro kenterte ein Fischerboot; der Fischer wird seither vermisst. In São Paulo starben zwei Männer durch umstürzende Bäume, und ein weiterer Mensch kam beim Kentern eines Bootes ums Leben.
Die Auswirkungen des Sturms waren weitreichend: Viele Bäume stürzten um, Dächer wurden abgedeckt und Mauern stürzten ein. In zahlreichen Teilen der Region kam es zu großflächigen Stromausfällen. Auch in anderen Städten des Südostens Brasiliens wurden erhebliche Schäden verzeichnet.
Der Sturm führte zu einem vollständigen Verkehrschaos in Rio de Janeiro. Sämtliche U-Bahn-Linien der Stadt wurden vorübergehend außer Betrieb genommen, was Tausende Pendler in ihrer Mobilität einschränkte. Auch der Flugbetrieb am Inlandsflughafen Santos Dumont war stark eingeschränkt, ebenso der Hafenbetrieb.
Die dramatischen Videoaufnahmen belegen die Macht der Naturgewalten: Windböen schleuderten Seilbahnkabinen durch die Luft und gefährdeten Bauarbeiter, während Boote auf dem offenen Meer umhergeworfen wurden. Auch in Teilen des Bundesstaates São Paulo kam es zu erheblichen Störungen im Straßenverkehr und bei der Stromversorgung.
„`
Quellen: news, clarin
Bildquelle: depositphotos