Junge Männer sind verpflichtet, den Wehrdienst-Fragebogen auszufüllen. Wer dieser Aufforderung trotz mehrfacher Erinnerungen nicht nachkommt, muss mit einem Bußgeld rechnen. Dieses Vorgehen soll jedoch erst als ultima ratio angewendet werden.
Der Wehrbeauftragte des Bundestags, Henning Otte, erklärte, dass Bußgelder gegen junge Männer, die den neuen Bundeswehr-Fragebogen nicht ausfüllen, nur als letztes Mittel in Betracht gezogen werden. Die gesetzlichen Regelungen für den neuen Wehrdienst seien klar definiert, so Otte gegenüber einem Redaktionsnetzwerk.
Details zum Wehrdienst-Fragebogen
„Wer in Deutschland Rechte und Pflichten wahrnimmt, sollte auch bereit sein, auf staatliche Schreiben zu reagieren“, betonte Otte. „Nach umfassender Information und angemessenen Fristen dürfen Bußgelder nur das letzte Mittel sein.“ Es sei entscheidend, junge Menschen durch Transparenz und Attraktivität für den Dienst im Land zu gewinnen, anstatt durch Sanktionen.
Versand der Fragebögen
Seit Januar 2026 werden junge Menschen ab 18 Jahren im Rahmen der Neuregelung des freiwilligen Wehrdienstes von der Bundeswehr angeschrieben, um ihre Bereitschaft für einen möglichen Wehrdienst zu erfragen. Männer sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen, während Frauen dies freiwillig tun können. Laut Angaben des Verteidigungsministeriums wurden bis zum 29. April insgesamt 206.000 Briefe versandt.
Antwortquote und mögliche Bußgelder
- 86 Prozent der Männer haben fristgerecht innerhalb von vier Wochen geantwortet.
- Von den restlichen Männern gaben 73 Prozent nach einem Erinnerungsschreiben innerhalb einer Fristerweiterung von zwei Wochen ihre Rückmeldung.
- Wer jedoch keinerlei Reaktion zeigt, dem droht ein Bußgeld in Höhe von 250 Euro.
Die Diskussion um die Wehrpflicht bleibt weiterhin aktuell, während die Bundeswehr versucht, junge Menschen für den Dienst zu gewinnen.
Quellen: mopo
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