Nachrichten aus Hamburg und der Region

Aktuelles Echo
Nach Todessturz von Mango-Gründer: Sohn unter Verdacht Nach Todessturz von Mango-Gründer: Sohn unter Verdacht Vor 3 Stunden Kostenloser Kochworkshop: Gesunde Snacks für jeden Tag im Kultur Palast Billstedt Kostenloser Kochworkshop: Gesunde Snacks für jeden Tag im Kultur Palast Billstedt Vor 9 Stunden Jetzt doch: Dänen wollen „Timmy“ obduzieren Jetzt doch: Dänen wollen „Timmy“ obduzieren Vor 12 Stunden Schlagerlegende Bernhard Brink beendet Karriere mit großer Abschiedstour nach über 55 Jahren Schlagerlegende Bernhard Brink beendet Karriere mit großer Abschiedstour nach über 55 Jahren Vor 13 Stunden Uwe Herrmann: Diagnose einer aggressiven Krebsart stellt Leben auf den Kopf Uwe Herrmann: Diagnose einer aggressiven Krebsart stellt Leben auf den Kopf Vor 13 Stunden Baby in Lebensgefahr! Mutter mit Kind verschwunden Baby in Lebensgefahr! Mutter mit Kind verschwunden Vor 14 Stunden Weil Apple in China kauft: 350 Jobs fallen bei Batteriehersteller Varta weg | Politik Weil Apple in China kauft: 350 Jobs fallen bei Batteriehersteller Varta weg | Politik Vor 15 Stunden Friedrich Merz: Schulden-Ansage an Klingbeil – Besuch in SPD-Fraktion | Politik Friedrich Merz: Schulden-Ansage an Klingbeil – Besuch in SPD-Fraktion | Politik Vor 15 Stunden Unglück in Rheinland-Pfalz: Klinik-Chef stirbt bei Flugzeugabsturz | Regional Unglück in Rheinland-Pfalz: Klinik-Chef stirbt bei Flugzeugabsturz | Regional Vor 16 Stunden Trauer um Alexander Held: Schauspieler verstarb im Alter von 67 Jahren Trauer um Alexander Held: Schauspieler verstarb im Alter von 67 Jahren Vor 17 Stunden

Nasse-Meyfarth kritisiert Sportszene: „Arrogant und Ignorant!“

Ulrike Nasse-Meyfarth kritisiert die westdeutsche Sportszene für ihre einseitige Wahrnehmung der DDR-Sportgeschichte und fordert mehr Respekt für ostdeutsche Athleten. Sie bemängelt zudem das Ignorieren von Dopingpraktiken im Westen und sieht darin einen Grund für die aktuellen sportlichen Misser…

Nasse-Meyfarth kritisiert Sportszene: „Arrogant und Ignorant!“
Kai Pilger auf Pexels

Nasse-Meyfarth kritisiert die Sportszene: „Arrogant und Ignorant!“

Die zweimalige Olympiasiegerin im Hochsprung, Ulrike Nasse-Meyfarth, äußert scharfe Kritik an der unzureichenden Anerkennung der Leistungen ostdeutscher Sportler. Besonders die einseitige Fokussierung auf das Thema Doping im Westen stößt ihr sauer auf.

Die 1972 und 1984 für die Bundesrepublik Deutschland siegreiche Athletin bemängelt den respektlosen Umgang mit den Erfolgen ihrer ehemaligen Sportkollegen aus der DDR. „Es ist unerträglich, wie wenig Wertschätzung ostdeutschen Olympiasiegern, Weltmeistern und anderen erfolgreichen Athleten von den Westdeutschen entgegengebracht wird. Die in Deutschland vorherrschende Erinnerungskultur, die sich ausschließlich auf den Sport in Westdeutschland konzentriert, macht mich wütend“, erklärte Nasse-Meyfarth in einem Interview mit der „Welt am Sonntag“.

Einseitige Darstellung der DDR-Sportgeschichte

Die Olympiasiegerin, die in Frankfurt am Main geboren wurde und in Wesseling bei Köln aufwuchs, kritisiert insbesondere die einseitige Sichtweise auf die Sportgeschichte der DDR in der öffentlichen Diskussion.

„Immer wieder werden stereotype und pauschale Themen wie institutionelles Doping und Stasi-Mitgliedschaft bei DDR-Sportlern angesprochen. Dabei wird nicht hinterfragt, ob jemand wissentlich an den in den Akten dokumentierten Dopingpraktiken beteiligt war oder ob ein Sportler, der mit der Stasi in Verbindung stand, tatsächlich jemandem geschadet hat“, sagte Nasse-Meyfarth, die am Montag ihren 70. Geburtstag feiert. „Im Gegensatz dazu wird das gezielte Individualdoping der Westdeutschen, das insbesondere vor dem Mauerfall praktiziert wurde, konsequent ignoriert.“

Kritik an der westdeutschen Sportszene

Nasse-Meyfarth äußerte sich auch zur „Ignoranz und Arroganz der westdeutschen Sportszene“, die ihrer Meinung nach eine der Ursachen für die abnehmenden sportlichen Erfolge in Deutschland darstellt.

„Es war kurzsichtig und überheblich, dass im Zuge der Wiedervereinigung das in der DDR etablierte Talentsichtungs-, Auswahl- und Fördersystem nicht übernommen wurde. Dieses System war die Grundlage für den Erfolg, nicht das Doping. Hätte sich der Sport im wiedervereinigten Deutschland an diesem Modell orientiert, stünde er nicht so desolat da wie in den letzten Jahren“, so Nasse-Meyfarth.

Die Äußerungen der ehemaligen Athletin werfen ein Licht auf die anhaltenden Diskussionen über die Anerkennung von Leistungen im deutschen Sport und die komplexen historischen Zusammenhänge, die dabei eine Rolle spielen.

Bildquelle: Kai Pilger auf Pexels

Artikel teilen: