Im Kontext der anhaltenden Diskussionen um die Zukunft des Fußballs hat FIFA-Präsident Gianni Infantino (56) erneut seine Pläne bekräftigt, Anteile an der Weltmeisterschaft an private Investoren zu verkaufen. Diese Entscheidung stößt auf massiven Widerstand, insbesondere von den 55 Mitgliedsverbänden der UEFA, die am Donnerstag für einen Boykott gestimmt haben.
FIFA reagiert auf weltweite Kritik
In einer offiziellen Mitteilung, die am Freitagmorgen veröffentlicht wurde, äußerte sich die FIFA zu den Bedenken und der Kritik, die aus verschiedenen Teilen der Welt geäußert wurden. Die Organisation betonte, dass sie an ihrem geplanten Konsultationsprozess festhalten werde.
„Wir respektieren die öffentlich geäußerten Rückmeldungen und Bedenken und bekräftigen unser Bekenntnis zu einem offenen und demokratischen Konsultationsprozess“,
heißt es in der Erklärung.
Fortsetzung des Konsultationsprozesses
Die FIFA erklärte weiter, dass der Konsultationsprozess durch falsche Medienberichte gestört worden sei. Man wolle sicherstellen, dass alle Mitgliedsverbände die Möglichkeit haben, ihre Stimme auf der Grundlage von Fakten abzugeben. Dennoch wurde klargestellt, dass ohne die Unterstützung der 211 Mitgliedsverbände die kommerziellen Aktivitäten der FIFA unverändert bleiben würden.
„Niemand verkauft den Fußball. Das ist nichts, was die FIFA jemals in Betracht ziehen würde“,
so die FIFA.
Widerstand aus den Verbänden
Die FIFA wies darauf hin, dass die vorgeschlagene Tochtergesellschaft FFE dazu dienen solle, den Mitgliedsverbänden zu helfen, die kommerziellen Chancen des Fußballs in ihren Ländern zu nutzen, ohne den Geist oder die Führung des Fußballs zu gefährden.
„Jeder hat das Recht, seinen Widerstand zum Ausdruck zu bringen und weitere Klarstellungen einzufordern, aber keine einzelne Instanz kann für sich beanspruchen, alle 211 Mitgliedsverbände weltweit zu vertreten“,
erklärte die FIFA.
Finanzielle Pläne und deren Herausforderungen
Infantino hatte angekündigt, über die FFE mehr als vier Milliarden US-Dollar von externen Investoren einwerben zu wollen, um zukünftige WM-Turniere zu organisieren. Diese Pläne stoßen jedoch auf entschiedenen Widerstand, insbesondere von der UEFA und dem Kontinentalverband Concacaf, der für Nord- und Mittelamerika sowie die Karibik zuständig ist. Der US-Fußballverband erklärte:
„U.S. Soccer steht an der Seite der Concacaf und ihrer Mitglieder.“
Ohne die Unterstützung dieser Verbände könnte es für Infantino schwierig werden, eine Mehrheit unter den 211 Mitgliedsverbänden zu erreichen.
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Quellen: Bild
Bildquelle: Doha Stadium Plus Qatar from Doha, Qatar via Wikimedia Commons (CC BY 2.0)