Die Basketballwelt nimmt Abschied von Bob Pettit, der am 23. September in seinem Wohnort Metairie, einem Vorort von New Orleans, im Alter von 93 Jahren verstorben ist. Dies wurde von der Louisiana State University (LSU) bestätigt, während die genauen Umstände seines Ablebens bislang nicht bekannt sind.
Bobs Karriere und ihre Höhepunkte
Bob Pettit wird als eine der prägenden Figuren in der Geschichte der NBA angesehen. Er wurde 1954 an zweiter Stelle von den Milwaukee Hawks gedraftet. Nach dem Umzug des Teams nach St. Louis blieb Pettit bis zum Ende seiner Laufbahn im Jahr 1965 den Hawks treu. In seiner Debütsaison erhielt er die Auszeichnung als Rookie of the Year, und bereits ein Jahr später wurde er mit dem ersten MVP-Award der Liga ausgezeichnet, der 1956 eingeführt wurde. 1959 folgte sein zweiter MVP-Titel.
Sportliche Meilensteine
Pettits größter Erfolg mit der Mannschaft kam 1958, als die St. Louis Hawks in den NBA Finals auf die Boston Celtics trafen. In dem entscheidenden sechsten Spiel erzielte er 50 Punkte und eroberte 19 Rebounds, was zum knappen 110:109-Sieg beitrug und den einzigen NBA-Titel der Hawks-Geschichte sicherte. Insgesamt erreichte das Team mit Pettit vier Mal die Finals, und zwar in den Jahren 1957, 1958, 1960 und 1961.
All-Star-Teilnahmen und Hall of Fame
In allen seinen elf NBA-Saisons wurde Pettit in das All-Star-Team gewählt und sicherte sich vier Mal den Titel als wertvollster Spieler des All-Star-Spiels. 1964 war er der erste Spieler, der die Marke von 20.000 Punkten in der NBA überschritt. Seine Karriere endete mit einem Durchschnitt von 26,4 Punkten und 16,2 Rebounds pro Spiel. 1971 wurde er in die Naismith Memorial Basketball Hall of Fame aufgenommen, die ihn nach seinem Tod als ‚Riesen des Spiels‘ ehrte.
Pettits Vermächtnis und Ehrungen
Abseits des Basketballs blieb Pettit stets mit Louisiana verbunden. Seine Trikotnummer 50 wurde an der LSU ausgemustert, und auch die Nummer 9 wurde bei den Hawks zurückgezogen. Zu seinen Ehren wurde eine Statue auf dem Campus der LSU errichtet. 1996 wurde er zudem in das Team der 50 größten Spieler in der NBA-Geschichte gewählt, was seinen bleibenden Einfluss auf den Sport verdeutlicht.
Quellen: blick, SPORT1
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