Hier liegt die kürzeste Landesgrenze der Welt, die lediglich 85 Meter misst.
Peñón de Vélez de la Gomera ist der Name einer kleinen Halbinsel an Marokkos Mittelmeerküste, die sich aus nicht viel mehr als einem rund 77 Meter hohen Felsen zusammensetzt. Umso mehr gibt es darüber zu berichten. Es handelt sich um eine spanische Enklave – und gleichzeitig um die kürzeste Landesgrenze der Welt.
Die längste Grenze im Vergleich
China ist das Land mit der längsten Grenze weltweit, wie eine Erhebung von 2020 auf Statista zeigt. Diese erstreckt sich über beeindruckende 22.457 Kilometer, was die außergewöhnliche Kürze der Grenze zwischen Spanien und Marokko umso deutlicher erscheinen lässt. Genauere Informationen hierzu sowie zur Entstehung dieser besonderen Landesgrenze werden im Folgenden dargelegt.
Spaniens vielfältige Landesgrenzen
Spanien grenzt an mehrere Länder. Neben Portugal und Frankreich sind das auch der Zwergstaat Andorra und das britische Überseegebiet Gibraltar. Zudem existieren mehrere Grenzen zwischen Spanien und dem nordafrikanischen Land Marokko, insbesondere in den Städten Ceuta und Melilla. Dennoch ist die kürzeste Grenze auf Peñón de Vélez de la Gomera zu finden – einer Halbinsel, die ebenso als Felsen dient (das spanische Wort „Peñón“ bedeutet „Felsen“) und als spanische Enklave fungiert. Diese Landbrücke zu Marokko misst gerade einmal 85 Meter.
Weitere Aspekte der Region
Die Region und ihre Grenzen sind nicht nur geographisch von Bedeutung, sondern auch politisch und historisch. Die Halbinsel wurde in der Vergangenheit bereits mehrfach besetzt und ist somit Zeugin eines komplexen geopolitischen Konflikts.
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