Auf der italienischen Mittelmeerinsel Capri wird das unerwünschte Ansprechen von Touristen künftig untersagt. Dies betrifft insbesondere Händler, die lautstark ihre Waren, Restaurants und Touren anpreisen, was viele Urlauber als störend empfinden.
Wie berichtet wird, dürfen Gewerbetreibende und Anbieter von touristischen Dienstleistungen Touristen nicht mehr ohne vorherige Zustimmung ansprechen. Wer gegen diese Regel verstößt und versucht, Gäste in Restaurants zu locken oder ihnen Bootstouren und Ausflüge anzubieten, muss mit Geldstrafen zwischen 25 und 500 Euro rechnen.
Regelung zur Bekämpfung von Belästigungen
Die neue „Anti-Belästigungs-Verordnung“ richtet sich an alle Gewerbetreibenden sowie deren Mitarbeiter, die im öffentlichen Raum tätig sind. Diese dürfen nicht mehr mit aufdringlichen Methoden versuchen, Kunden zu gewinnen.
Ziele der Maßnahme
Das Hauptziel dieser Regelung ist es, ein ansprechendes Stadtbild zu gewährleisten und sowohl den Fußgänger- als auch den Autoverkehr im historischen Zentrum sowie im Hafengebiet zu entlasten. Ähnliche Vorschriften existieren bereits in anderen italienischen Touristenorten. So hat die Gemeinde Torri del Benaco am Gardasee seit dem vergangenen Sommer Servicemitarbeitern untersagt, Touristen aktiv und aufdringlich in Restaurants oder Bars zu werben.
Beliebtes Reiseziel Capri
Capri gehört zu den meistbesuchten Urlaubszielen Italiens, insbesondere für Tagesausflügler aus Neapel. Im Sommer besuchen täglich Zehntausende von Gästen die Insel, die für ihre beeindruckenden Villen, die zerklüftete Küstenlinie und die berühmte Blaue Grotte bekannt ist.
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