„Die Behandlung der Brandopfer wird zu einer europäischen Mammutaufgabe.“
Nach dem verheerenden Brand in Crans-Montana, bei dem tragischerweise 40 Menschen ums Leben kamen und 119 verletzt wurden, wird Deutschland zunehmend zu einem zentralen Anlaufpunkt für die medizinische Versorgung der Betroffenen. Insbesondere in einer Klinik im Norden Deutschlands wird ein schwer verletztes Brandopfer behandelt.
Schweizer Brandopfer in Niedersachsen
Innerhalb weniger Tage nach dem Unglück, das in der Silvesternacht stattfand, wurden vier Patienten in deutschen Krankenhäusern aufgenommen; weitere sieben werden bereits für die Behandlung vorbereitet. Dies teilte das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) am Freitagabend mit. Die auf Brandverletzungen spezialisierten Kliniken in Deutschland bieten zudem zusätzliche Transport- und Behandlungsmöglichkeiten an.
Medizinische Versorgung in Hannover
Eine Patientin mit schweren Brandverletzungen befindet sich derzeit in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). Diese Klinik hat sich als Supramaximalversorger mit einem Trauma-Zentrum und Betten für schwerste Brandverletzte etabliert, wodurch sie bei Unglücken wie diesem in der Schweiz immer bereitsteht, bestätigte eine Sprecherin der MHH. Die Klinik gibt jedoch keine personenbezogenen Informationen zu weniger als fünf Patienten bekannt.
Obwohl die Mehrheit der Verletzten aus der Schweiz, Frankreich und Italien stammt, gab es bislang keine Meldungen über deutsche Opfer. Die Identität der verstorbenen Personen wird weiterhin von den Behörden ermittelt.
Ermittlungen zur Unfallursache laufen
Die Staatsanwaltschaft hat bereits Ermittlungen eingeleitet. Dabei stehen insbesondere die Betreiber der betroffenen Bar im Fokus, die als Zeugen befragt werden. „Wir tun alles in unserer Macht Stehende, um die Ursachen zu klären“, zitiert ein Nachrichtenportal den Betreiber. Besondere Aufmerksamkeit gilt den Sicherheitsvorkehrungen, verwendeten Materialien und möglichen Fahrlässigkeiten, die zu dem verheerenden Zwischenfall geführt haben könnten. Bislang gibt es jedoch keine belastbaren Hinweise auf strafrechtlich relevante Missstände.
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