Die Basketballwelt trauert um eine ihrer prägendsten Figuren. Don Nelson, der als erster NBA-Trainer von Dirk Nowitzki gilt, ist im Alter von 86 Jahren verstorben. Dies gab sein langjähriger Verein, die Dallas Mavericks, bekannt. Nelson verstarb am Sonntagmorgen im Kreise seiner Familie, wie zunächst der amerikanische Journalist Marc Stein unter Berufung auf ein Statement der Familie berichtete.
Ein Leben für den Basketball
Nelson war von 1962 bis 1976 als Spieler in der nordamerikanischen Profiliga aktiv und feierte mit den Boston Celtics fünf Meisterschaften. Nach seiner aktiven Karriere übernahm er von 1976 bis 2010 das Traineramt und prägte die NBA maßgeblich. In Dallas fand er mit Nowitzki einen talentierten Schützling, den er von einem Wechsel nach Texas überzeugte. Am Donnerstag ist eine Trauerfeier in Dallas geplant, während der Termin für die Beisetzung auf Hawaii noch nicht festgelegt wurde.
Nowitzkis emotionale Worte
„Nellie … Du hast mich nicht nur gedraftet. Du hast an mich geglaubt. Du hast Dinge in meinem Spiel gesehen, bevor mir überhaupt klar war, dass ich dazu fähig bin“, schrieb Nowitzki in einem emotionalen Beitrag auf X. „Ich habe es schon unzählige Male gesagt und werde es immer wieder sagen: Ich glaube nicht, dass meine Karriere so verlaufen wäre, wenn du nicht mein erster Trainer gewesen wärst und mir die Freiheit gegeben hättest, mein Spiel zu spielen. Ich kann nur DANKE sagen. Für alles. RIP, Legende.“
Von 1997 bis 2005 war Nelson Trainer der Mavericks und begleitete Nowitzki in seinen ersten Jahren in der NBA. Die beiden entwickelten eine enge Beziehung, die über das Spielfeld hinausging. Nelson war bekannt dafür, seinen Spielern Freiräume zu geben, was Nowitzki half, sein volles Potenzial zu entfalten.
Ein Trainer ohne Titel, aber mit Rekorden
Obwohl Nelson als Trainer keinen Meistertitel gewinnen konnte, bleibt er mit 1355 Siegen in der regulären Saison einer der erfolgreichsten Coaches in der NBA-Geschichte. Nur Gregg Popovich von den San Antonio Spurs hat mehr Spiele gewonnen. Nelsons Einfluss auf die Liga und seine Spieler wird jedoch unvergessen bleiben.
Eine der denkwürdigsten Geschichten aus Nelsons Karriere ist die, als er nach Würzburg reiste, um den jungen Nowitzki von einem Wechsel nach Dallas zu überzeugen. „Dirk selber weiß noch gar nicht, dass er hier mal eine Hauptrolle spielen wird – aber das wird er schon noch merken“, sagte Nelson damals, was sich als prophetisch herausstellte.
Quellen: n-tv
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