Die beiden Komplizen der verurteilten ehemaligen RAF-Terroristin Daniela Klette sind untergetaucht und werden von der Polizei weiterhin gesucht, bislang jedoch ohne Erfolg.
Ermittlungen ohne heiße Spur
Die Fahnder sind auf der Suche nach den mutmaßlichen ehemaligen RAF-Terroristen Burkhard Garweg (57) und Ernst-Volker Staub (71). Trotz intensiver Bemühungen gibt es derzeit keine vielversprechenden Hinweise. Thorsten Massinger, Präsident des Landeskriminalamts Niedersachsen, erklärte:
„Wir sind weiterhin sehr engmaschig auf der Suche. Wir werden nicht nachlassen, aber aktuell gibt es keine heiße Spur.“
In den vergangenen Jahren seien bereits eine Vielzahl von Spuren bearbeitet worden.
Überfälle und Verurteilung
Vor der Festnahme von Klette, die Ende 2024 in einer Berliner Wohnung erfolgte, gingen bereits Hinweise zu den beiden Männern ein. Klette wurde am Mittwoch vom Landgericht Verden zu einer Haftstrafe von 13 Jahren verurteilt, da sie zusammen mit Garweg und Staub an Überfällen auf Geldtransporter und Supermärkte in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen beteiligt war. Das Trio konnte mehr als zwei Millionen Euro erbeuten.
Spuren und Gerüchte
Seit der Festnahme von Klette sind Garweg und Staub nahezu spurlos verschwunden. Allerdings soll Garweg sich aus dem Untergrund per Brief gemeldet haben. Eine Sprecherin des Landeskriminalamts Niedersachsen bestätigte, dass die Behörde den Brief zur Kenntnis genommen habe. Unter dem Pseudonym Martin soll Garweg zeitweise in einem Bauwagen in Berlin-Friedrichshain gelebt haben.
Fragen zur Lebenssituation von Staub
Massinger äußerte, dass es keine Anzeichen dafür gebe, dass Staub, der mit 71 Jahren der älteste im Trio ist, inzwischen verstorben sein könnte.
„Mutmaßungen gibt es eine ganze Menge. Wir verfolgen diese Hinweise und ermitteln, inwiefern sich daraus gesicherte Erkenntnisse ergeben“,
so der LKA-Präsident. Auch nach Staub werde aktiv gefahndet.
Hinweise aus der Bevölkerung
Fast täglich gehen neue Hinweise zu den Gesuchten ein, erklärte Massinger. Allerdings gebe es auch viele Sichtungen, die sich letztlich als unbegründet herausstellten.
„Dennoch ist es wichtig und richtig, dass sich Bürgerinnen und Bürger weiterhin bei uns melden und uns Hinweise geben.“
Quellen: mopo
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