Die spanischen Behörden haben vor der Küste Afrikas einen Frachter gestoppt und dabei eine Rekordmenge von 30 Tonnen Kokain sichergestellt. Dies stellt den größten jemals in einer einzigen Ladung beschlagnahmten Drogenfund weltweit dar.
Nach Angaben der Justiz wurde die Beschlagnahmung in Zusammenarbeit mit der US-amerikanischen Antidrogenbehörde DEA sowie der niederländischen Polizei durchgeführt. Die Drogen waren in 1279 Bündeln verpackt und hätten einen geschätzten Handelswert von über 812 Millionen Euro. Im Straßenverkauf könnte die gefundene Menge sogar einen Wert von rund 1,5 Milliarden Euro erreichen.
Trotz dieser enormen Menge stellt die Ladung jedoch nur einen kleinen Teil der insgesamt geschmuggelten Drogen dar. Schätzungen zufolge bewegen sich die geschmuggelten Mengen im vierstelligen Tonnenbereich.
Untersuchungshaft für die Besatzung
Ein Richter auf den Kanaren hat Untersuchungshaft für alle 23 Mitglieder der Besatzung des Frachters „Arconian“ angeordnet. Das 90 Meter lange Schiff, das unter der Flagge der Komoren fährt, war laut Schiffsinformationsdiensten von Sierra Leone in Westafrika auf dem Weg nach Libyen, als es vor der Küste Westsaharas gestoppt wurde.
Die Behörden vermuten, dass die Drogen wahrscheinlich aus Südamerika stammen und auf hoher See auf kleinere Schnellboote umgeladen werden sollten, um das Kokain nach Europa zu transportieren.
Diese Beschlagnahmung verdeutlicht die anhaltenden Herausforderungen im Kampf gegen den internationalen Drogenhandel und die damit verbundenen Risiken für die Gesellschaft.
Quellen: mopo
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