17.04.2026 – 13:58
Polizei Hamburg
Raubüberfall auf Senioren in Hamburg-Hoheluft-Ost – Zeugenaufruf
Hamburg (ots)
Tatzeit: 16.04.2026, 16:35 Uhr
Tatort: Hamburg-Hoheluft-Ost, Eppendorfer Weg
Am gestrigen Nachmittag wurde ein Ehepaar in seiner Wohnung Opfer eines Raubüberfalls durch einen bislang unbekannten Täter. Dieser hatte sich unter dem Vorwand, ein Bankmitarbeiter zu sein, Zugang zur Wohnung verschafft. Die Polizei bittet die Bevölkerung um Mithilfe.
Nach den bisherigen Ermittlungen erhielt das betroffene Seniorenpaar (86 und 85 Jahre alt) einen Anruf von einem vermeintlichen Bankmitarbeiter, der über Unregelmäßigkeiten auf dem Bankkonto informierte. In dem Telefongespräch wurde angekündigt, dass ein Mitarbeiter der Bank die beiden in ihrer Wohnung besuchen würde. Nachdem der Unbekannte zunächst die Bankkarten des 85-jährigen Opfers zur „Sicherung“ entgegengenommen hatte, erschien er nach einem weiteren Anruf erneut, um auch Wertsachen abzuholen.
Als der 85-Jährige dem Mann Goldmünzen an der Tür zeigte, weigerte er sich jedoch, diese zu übergeben. Daraufhin griff der Täter plötzlich nach mehreren Behältern mit Münzen, was zu einem Gerangel zwischen den beiden Männern führte. Dabei zog sich der 85-Jährige eine leichte Kopfverletzung zu.
Der Räuber flüchtete anschließend mit seiner Beute in unbekannte Richtung.
Eine sofortige Fahndung mit mehreren Streifenwagen führte nicht zur Festnahme des Verdächtigen. Dieser wird wie folgt beschrieben:
- männlich
- 19 – 25 Jahre alt
- ca. 180 cm groß
- schlanke Statur
- „südländisches“ Erscheinungsbild
- gelockte, kurze braune Haare
- bekleidet mit einem weißen Hemd, einer weißen Hose und weißen Turnschuhen
Ein Rettungswagen der Feuerwehr brachte den verletzten Senior in ein Krankenhaus, wo er ambulant behandelt wurde. Seine 86-jährige Ehefrau blieb unverletzt.
Das Landeskriminalamt (LKA 431) hat die Ermittlungen übernommen.
Personen, die im Zusammenhang mit dem Vorfall verdächtige Beobachtungen gemacht haben oder Hinweise auf den Täter geben können, werden gebeten, sich unter der Telefonnummer 040/4286-56789 oder an einer Polizeidienststelle zu melden.
Die Polizei warnt vor den verschiedenen Maschen von Telefonbetrügern, die sich als falsche Bankmitarbeiter, Polizisten oder Enkel ausgeben.
Die Polizei empfiehlt:
- Vertrauen Sie Ihrem Bauchgefühl! Kann die am Telefon erzählte Geschichte wirklich wahr sein?
- Ein gesundes Misstrauen ist keine Unhöflichkeit!
- Sprechen Sie mit einer vertrauten Person. Auch Verwandte, Freunde oder Nachbarn können helfen, solche Taten zu verhindern.
- Wenn es am Telefon um Ihr Vermögen geht, das Sie direkt übergeben sollen, sollten Sie sofort alarmiert sein!
- Weder Bankmitarbeiter noch Polizei oder andere Amtspersonen fragen am Telefon nach Ihren finanziellen Verhältnissen.
- Legt beim kleinsten Verdacht umgehend auf. Rufen Sie dann die Polizei unter 110 oder Ihre örtliche Polizeidienststelle an.
- Übergeben Sie niemals Bargeld, Wertsachen oder EC-Karten an fremde Personen und geben Sie keine persönlichen Zugangsdaten oder Ihre PIN bekannt.
- Lassen Sie grundsätzlich keine Fremden in Ihre Wohnung!
- Führen Sie das Gespräch an der Tür nach Möglichkeit nur bei vorgelegtem Sperrbügel oder durch die geschlossene Tür.
Rückfragen der Medien bitte an:
Polizei Hamburg
Patrick Schlüse
Telefon: 040 4286-56215
E-Mail: polizeipressestelle@polizei.hamburg.de
www.polizei.hamburg
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