⚽ WM 2026 Anpfiff in Spielplan & News →

Nachrichten aus Hamburg und der Region

Aktuelles Echo
Ehemaliger Skirennfahrer Thomas Lanning mit 41 Jahren verstorben Ehemaliger Skirennfahrer Thomas Lanning mit 41 Jahren verstorben Vor 8 Minuten Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Live-Ticker: Angriff auf den Iran im Liveticker Vor 19 Minuten Tödlicher Unfall auf der A555: Fahrer eines Lamborghini stirbt nach Crash Tödlicher Unfall auf der A555: Fahrer eines Lamborghini stirbt nach Crash Vor 22 Minuten Rückrufaktion bei Rewe: Hepatitis-A-Viren in Tiefkühlbeeren entdeckt Rückrufaktion bei Rewe: Hepatitis-A-Viren in Tiefkühlbeeren entdeckt Vor 29 Minuten Vielfältiges Programm beim Kinder-HIT-Tag 2026 in Hamburg Vielfältiges Programm beim Kinder-HIT-Tag 2026 in Hamburg Vor 1 Stunde Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Ukraine-Konflikt: Wichtige Entwicklungen und Hintergründe im Überblick Vor 1 Stunde Luftfahrtpionierin Wally Funk verstorben – Ein Leben für die Raumfahrt Luftfahrtpionierin Wally Funk verstorben – Ein Leben für die Raumfahrt Vor 1 Stunde 300 Euro monatlich: Auszubildende finden Zimmer in Stellingen 300 Euro monatlich: Auszubildende finden Zimmer in Stellingen Vor 2 Stunden Rückkehr zur 40-Stunden-Woche? Wirtschaft fordert längere Arbeitszeiten in Deutschland Rückkehr zur 40-Stunden-Woche? Wirtschaft fordert längere Arbeitszeiten in Deutschland Vor 2 Stunden Brand in Schuhfabrik in China fordert mindestens 28 Todesopfer Brand in Schuhfabrik in China fordert mindestens 28 Todesopfer Vor 2 Stunden

Prozess gegen Polizistin: Hundebiss bei nächtlichem Einsatz führt zu schweren Verletzungen

Eine Hamburger Polizistin steht wegen gefährlicher Körperverletzung vor Gericht, nachdem ihr Diensthund einen Mann während eines Einsatzes schwer verletzt hat. Der 41-Jährige musste operiert werden, nachdem er in mehrere Körperteile gebissen wurde.

Prozess gegen Polizistin: Hundebiss bei nächtlichem Einsatz führt zu schweren Verletzungen
Wolfgang Weiser auf Pexels

Ein 41-jähriger Mann berichtet von einem traumatischen Erlebnis, das ihn nach einem Polizeieinsatz ins Krankenhaus brachte. Er beschreibt, dass er während einer Fahrzeugkontrolle von einem Diensthund der Polizei gebissen wurde. Der Vorfall ereignete sich im Januar 2023 und hat nun zu einem Gerichtsverfahren gegen die verantwortliche Polizistin geführt.

🎁 Gewinnspiel

Jetzt Newsletter abonnieren und gewinnen!

Melde dich zum kostenlosen Newsletter an und nimm automatisch an unserem Gewinnspiel teil. Wir verlosen 500 × 100 € Wunschgutscheine unter allen Abonnenten.

Vorwurf der gefährlichen Körperverletzung

Die 42-jährige Polizistin, die als Diensthundeführerin tätig ist, steht wegen gefährlicher Körperverletzung im Amt vor dem Hamburger Amtsgericht. Der Prozess begann am Dienstag, wobei die Angeklagte zu den Vorwürfen schwieg. Laut der Anklage soll sie ihrem Hund das Kommando zum Zubeißen gegeben haben, obwohl die Situation dies nicht gerechtfertigt habe.

Details des Vorfalls

Der Vorfall ereignete sich an der Kreuzung Langenfelder Damm/Kieler Straße in Eimsbüttel. Der Mann, ein Bauarbeiter aus Wedel, war mit zwei anderen Männern in einem Auto unterwegs, als die Polizei das Fahrzeug stoppte. Er schilderte, dass er nach einem langen Arbeitstag und dem Genuss von Alkohol auf der Rückbank eingeschlafen sei. Plötzlich sei er von einem Hund angegriffen worden, der ihn am Hals biss. Die Polizistin habe dem Hund Kommandos gegeben, während er versuchte, durch die andere Tür zu fliehen.

Schwere Verletzungen und Operation

Die Anklage führt aus, dass der Mann mehrfach in die Oberarme, Oberschenkel und den linken Unterschenkel gebissen wurde. Im Krankenhaus mussten die Wunden genäht werden, und aufgrund einer Wundinfektion war eine Hauttransplantation notwendig. Der Mann berichtet, dass er bis heute beim Sport unter Schmerzen leidet.

„Das werde ich bis zu meinem Tod erinnern“, sagte der Mann über den Vorfall.

Polizeieinsatz und Einschätzung der Situation

Die Einsatzleiterin, die als Zeugin aussagte, erklärte, dass die Polizei auf das Fahrzeug aufmerksam wurde, weil das vordere Kennzeichen fehlte. Nach dem Einschalten des Blaulichts beschleunigte das Auto und hielt erst in einem Privatweg an. Als die Beamten das Fahrzeug erreichten, war der Fahrersitz leer. Der Beifahrer wurde in Handschellen gelegt, während der Mann auf der Rückbank nicht kooperierte.

Reaktionen im Gerichtssaal

Die Staatsanwältin äußerte Zweifel an der Einschätzung der Beamten, die die Situation als gefährlich wahrnahmen. Sie argumentierte, dass der Mann erst aussteigen und mit einem gefährlichen Gegenstand hantieren hätte müssen, um eine Bedrohung darzustellen. Auch der Vorsitzende Richter stellte in Frage, warum die Polizisten keine alternativen Maßnahmen ergriffen haben.

Ausbildung und Einsatz von Diensthunden

Ein als Zeuge geladener Ausbilder für Diensthundeführer erklärte, dass Polizeihunde grundsätzlich stufenweise eingesetzt werden. Die bloße Präsenz und das Bellen eines Hundes würden in der Regel bereits Eindruck auf Verdächtige machen. Sollte dies nicht ausreichen, könne der Einsatz angedroht werden. Der Ausbilder erläuterte, dass der Hund erst dann zum Beißen eingesetzt werden sollte, wenn der Verdächtige sich wehrt und nicht kooperiert.

Der Prozess wird am kommenden Dienstag fortgesetzt.


Quellen: mopo, NDR, Süddeutsche Zeitung

Bildquelle: Wolfgang Weiser auf Pexels

Artikel teilen:

Empfehlungen für dich.