Nach den Schüssen am Samstagvormittag in Steilshoop äußerte sich der CDU-Politiker Sandro Kappe besorgt über die Sicherheitslage im Stadtteil. „So kann es nicht weitergehen“, sagte Kappe und forderte eine eigene Polizeistation für Steilshoop.
Vorfall in Steilshoop
Am Samstagmorgen kam es zu einem gewalttätigen Vorfall, als ein Streit zwischen mehreren Männern eskalierte. Dabei wurden mehrere Schüsse abgegeben, und die Polizei wurde umgehend alarmiert. Nach ersten Informationen zog einer der Beteiligten eine Waffe und feuerte auf einen 23-Jährigen, der am Oberschenkel getroffen wurde. Der Verletzte wurde ins Krankenhaus gebracht, befindet sich jedoch nicht in Lebensgefahr. Die Polizei hat die Fahndung nach dem Schützen und einem weiteren mutmaßlichen Beteiligten aufgenommen.
CDU fordert Maßnahmen
Die CDU sieht sich durch diesen Vorfall in ihrer Forderung nach einer Polizeistation für Steilshoop bestärkt. Kappe verwies auf einen kürzlichen Vorfall, bei dem ein Mann mit einer Axt einen größeren Polizeieinsatz auslöste. „Zusätzlich gab es gewalttätige Auseinandersetzungen auf einem Spielplatz und massive Ausschreitungen in der Silvesternacht. Diese Vorfälle zeigen, dass Steilshoop eine dauerhafte staatliche Präsenz benötigt“, erklärte Kappe. Auch die Situation in der Holstenstraße verdeutlicht die Dringlichkeit dieser Forderung.
Notwendigkeit einer Polizeistation
Der Bürgerschaftsabgeordnete kritisierte, dass die Polizei bislang von außerhalb in den Stadtteil kommen müsse. „Mit 20.000 Einwohnern hat Steilshoop keine eigene Polizeistation. Wir benötigen feste Ansprechpartner, kurze Wege und Polizisten, die im Stadtteil präsent sind und die örtlichen Gegebenheiten kennen. Eine Polizeistation wird nicht alle Probleme lösen, aber sie wäre ein wichtiges Signal“, so Kappe.
Vorschlag zur Integration in Neubauprojekte
Kappe schlug vor, die Errichtung einer Polizeistation mit dem geplanten Neubau des maroden Einkaufszentrums im Stadtteil zu verbinden. In diesem Rahmen könnten Flächen für eine Polizeiwache eingeplant werden. Der Neubau sieht derzeit 350 Wohnungen, neue Einzelhandelsflächen, Gastronomie, ein medizinisches Zentrum, eine Kita, öffentliche Plätze, ein Fitnessstudio und Flächen für das Jugendamt vor.
„Steilshoop ist ein lebenswerter Stadtteil mit vielen engagierten Menschen. Die Bewohner haben ein Recht darauf, dass ihre Sicherheitsbedürfnisse ernst genommen werden“, betonte Kappe und forderte den Senat zum Handeln auf.
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Quellen: mopo, tagesschau, Die Zeit
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