„War alles nur inszeniert?“
Diese Frage steht im Raum, während ein 38-jähriger Mann sich vor Gericht verantworten muss. Ihm wird vorgeworfen, gemeinsam mit einer Kassiererin einen Raubüberfall in einem Drogeriemarkt in Groß Borstel vorgetäuscht zu haben.
Vorwurf der gemeinschaftlichen Unterschlagung
Am Abend des 7. Januar 2025 soll die Kassiererin entgegen der Vorgaben ihres Arbeitgebers die Tageseinnahmen in der Kasse gelassen haben. Am darauffolgenden Morgen inszenierten sie und der Angeklagte einen fingierten Überfall.
Der 38-Jährige trat maskiert an die Kasse und gab vor, die Kassiererin zu überfallen. Diese händigte ihm daraufhin 2083,66 Euro aus. Nach dem vermeintlichen Überfall floh der Mann mit dem Geld, angeblich um es gemeinsam mit der Kassiererin zu nutzen. Kurz darauf informierte die Kassiererin die Polizei und berichtete von einem Überfall durch einen unbekannten Täter.
Ermittlungen werfen Zweifel auf
Die Polizei leitete umgehend ein Ermittlungsverfahren wegen des mutmaßlichen Raubüberfalls ein. Doch schnell kamen Zweifel auf: Die Ermittler gehen mittlerweile davon aus, dass der Überfall lediglich inszeniert war, um an das Geld zu gelangen.
Prozessbeginn vor dem Amtsgericht
Am Mittwoch wird der Prozess gegen den 38-Jährigen vor dem Hamburger Amtsgericht eröffnet. Die Kassiererin war bereits im Oktober vor Gericht, wo sich herausstellte, dass es sich nicht um ihren ersten Coup handelte. Laut Anklage ließ sie bereits im März, nur zwei Monate nach dem fingierten Überfall, ein Fenster offen, um in die Filiale zurückzukehren und sechs Kassenfächer aufzubrechen, um Bargeld zu stehlen.
Für diese Tat wurde sie zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr auf Bewährung verurteilt. Ob das Urteil mittlerweile rechtskräftig ist, war zum Zeitpunkt der Berichterstattung nicht bekannt.
Zusammenfassung der Vorwürfe
- 38-jähriger Mann und Kassiererin inszenieren Raubüberfall.
- 2083,66 Euro wurden entwendet.
- Ermittler zweifeln an der Echtheit des Überfalls.
- Prozessbeginn am Hamburger Amtsgericht.
- Kassiererin bereits wegen ähnlicher Taten verurteilt.
Quellen: mopo
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