Am 10. Mai kam es auf einem Spielplatz im Sauerland zu einem fatalen Vorfall, als ein 14-Jähriger erstochen wurde. Der 17-jährige Beschuldigte wurde nun zu einer Haftstrafe von sieben Jahren verurteilt.
Die Entscheidung des Landgerichts Arnsberg basierte auf der Feststellung, dass der Angeklagte aus niedrigen Beweggründen und heimtückisch handelte, was durch einen Gerichtssprecher bestätigt wurde.
Weitere Verurteilungen
Zusätzlich zu dem Mordurteil wurde der 17-Jährige auch wegen gefährlicher Körperverletzung für schuldig befunden. Bei der Auseinandersetzung im Mai erlitt ein weiterer, damals 17 Jahre alter Jugendlicher schwerste Verletzungen. Das Urteil ist derzeit noch nicht rechtskräftig.
Im Rahmen des Prozesses saßen insgesamt zehn Jugendliche auf der Anklagebank, von denen neun weiteren eine Mitbeteiligung an den Vorfällen vorgeworfen wurde, die zum Tod des 14-Jährigen führten. Fünf dieser Jugendlichen wurden schuldig gesprochen und müssen Sozialstunden im Umfang von 60 bis 80 Stunden leisten, zudem sind sie verpflichtet, an einem sechsmonatigen Anti-Gewalttraining teilzunehmen.
Prozessdetails
Der Prozess fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt, um die Interessen der minderjährigen Beschuldigten zu wahren. Die Details zur Urteilsbegründung wurden nicht veröffentlicht.
Nach Aussagen der Staatsanwaltschaft hatte der 17-Jährige in der fraglichen Nacht mit einem Messer auf den 14-Jährigen eingestochen, nachdem es zu einem Streit mit mehreren Personen gekommen war. Der Junge mit mazedonischer Staatsangehörigkeit erlag seinen Verletzungen nach gescheiterten Reanimationsversuchen im Krankenhaus. Der Verdächtige flüchtete zunächst, wurde jedoch am Abend nach der Tat in einem Versteck gefasst.