Die zentrale Streitfrage des Konflikts zwischen den USA und Iran ist die Schwächung der amerikanischen Machtposition. Präsident Donald Trump ignorierte wiederholt Warnungen und Fachmeinungen, was zu einem strategischen Desaster führte, dessen Auswirkungen weit über den Persischen Golf hinausreichen und auch Europa betreffen.
Konflikt und seine Folgen
Bereits zu Beginn der militärischen Eskalation war absehbar, dass die USA in diesem Krieg nicht als Sieger hervorgehen würden. Historische Analysen im Pentagon hatten stets gezeigt, dass ein militärischer Konflikt mit Iran zu einem identischen Verlauf führen würde: Bei einer existenziellen Bedrohung würden die iranischen Machthaber die Straße von Hormus schließen und angrenzende Staaten angreifen. Diese Erkenntnisse waren bekannt, doch Präsident Trump schien sie zu ignorieren.
Die Rolle der Führung
Trump, der Fachleute und deren Expertise verachtet, regiert mit einem Team, das in vielerlei Hinsicht als ungeeignet gilt. Ein Beispiel ist Verteidigungsminister Pete Hegseth, dessen Planung für den Konflikt mangelhaft war. Als die iranischen Streitkräfte US-Stützpunkte am Persischen Golf angriffen, brachen die Nachschubwege zusammen.
„Möge das Benzin wieder billig sein!“
In der Folge senden Eltern aus den USA Lebensmittelpakete an ihre Kinder, die auf Kriegsschiffen stationiert sind. Die Bedingungen auf dem Flugzeugträger „Abraham Lincoln“ waren derart katastrophal, dass ein Soldat in seiner Verzweiflung über Bord sprang, um seinem Leben ein Ende zu setzen. Diese Situation ist nicht nur tragisch, sondern auch peinlich für die amerikanische Führung.
Strategische Rückzüge
Trump wünscht sich, die Situation könnte umgekehrt werden: „Ach, möge doch die Straße von Hormus wieder frei und das Benzin zu Hause wieder billig sein!“ Doch die Realität sieht anders aus. Iran hat nun die Kontrolle über die strategisch wichtige Region am Golf.
Die USA, die sich mit einem zweitklassigen regionalen Akteur angelegt haben, sehen sich nun in einer unterlegenen Position. Die geostrategischen Folgen sind weitreichend und werden möglicherweise erst in Zukunft vollständig erkannt. Das Pentagon erwägt ernsthaft, die beschädigten Stützpunkte in der Region nicht wieder aufzubauen.
Globale Auswirkungen
Die arabischen Ölmonarchien suchen nach neuen Partnern und Beschützern, wobei China zunehmend in den Fokus rückt. Die Freiheit und Demokratie in Taiwan sind nun stärker bedroht als je zuvor. Zudem ist der Mangel an „Patriot“-Flugabwehrsystemen in der Ukraine gravierender als zuvor, und für Westeuropa ist das Risiko eines russischen Angriffs real geworden.
All diese Entwicklungen hätte Trump zumindest erahnen können. In der Sackgasse, in die er sich selbst manövriert hat, steckt er nun fest.
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Quellen: tagesschau
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