Bei einer Silvesterfeier in einem Club in Crans-Montana, Schweiz, sind mindestens 40 Menschen ums Leben gekommen, während mehr als 100 Personen teils schwer verletzt wurden.
Nach dem verheerenden Brand in der Silvesternacht wird ein Anfangsverdacht gegen die Betreiber des Lokals geprüft. Die Verantwortlichen könnten möglicherweise wegen unzureichender Notausgänge und unsicherer Materialien zur Rechenschaft gezogen werden.
Ermittlungen gegen Barbetreiber
Zwei Tage nach dem tragischen Vorfall haben die Behörden strafrechtliche Ermittlungen gegen die beiden Betreiber eingeleitet. Ihnen werden fahrlässige Tötung, fahrlässige Körperverletzung sowie fahrlässige Verursachung einer Feuersbrunst vorgeworfen, wie die Polizei des Kantons Wallis bestätigte. Es wird darauf hingewiesen, dass die Unschuldsvermutung bis zu einer rechtskräftigen Verurteilung gilt.
Ursache und Folgen des Brandes
Ersten Ermittlungen zufolge könnte der Brand durch funkensprühende Partyfontänen verursacht worden sein, wodurch Schaumstoff an der Decke in Brand geraten ist. Die Flammen breiteten sich schnell aus und führten zu den hohen Opferzahlen und Verletzten.
Experten für Brandschutz haben bereits die Anzahl der Notausgänge sowie die Verwendung von nicht konformen Materialien in der Bar in Frage gestellt. Das französische Ehepaar, das die Bar betreibt, äußerte sich zur Tragödie mit den Worten, sie seien am Boden zerstört und kooperierten vollumfänglich mit den Ermittlungsbehörden, um die Ursachen der Katastrophe zu klären.
Die Polizei teilte mit, dass eine Strafuntersuchung gegen die Betreiber der Bar nach Abschluss der anfänglichen Ermittlungen, die unter der Leitung der Staatsanwaltschaft des Kantons Wallis durchgeführt wurden, eröffnet wurde.
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