Politik
Welche Bedingungen stellt die US-Regierung für einen neuen Iran-Deal?
15.04.2026, 02:55 Uhr
JD Vance, der US-Vizepräsident, äußerte sich optimistisch über die Stabilität der aktuellen Waffenruhe im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. „Derzeit hält die Waffenruhe“, erklärte Vance während einer Veranstaltung in Athens, Georgia. Er betonte, dass Präsident Donald Trump nicht an einem kleinen Abkommen interessiert sei, sondern ein umfassendes Abkommen anstrebe.
Nach Angaben von Vance wurden bei den jüngsten Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran in Pakistan am vergangenen Wochenende bedeutende Fortschritte erzielt. „Der Grund, warum noch kein Deal zustande gekommen ist, liegt darin, dass der Präsident wirklich einen Deal möchte, bei dem der Iran keine Atomwaffen besitzt“, sagte der Vizepräsident. Zudem dürfe der Iran keinen Terrorismus staatlich unterstützen. Trump habe auch betont, dass das iranische Volk die Möglichkeit haben müsse, zu gedeihen und an der Weltwirtschaft teilzunehmen.
Misstrauen zwischen Washington und Teheran
Vance wies darauf hin, dass es ein tiefes Misstrauen zwischen Washington und Teheran gebe, das nicht über Nacht überwunden werden könne. Dennoch betonte er, dass die iranischen Verhandler an einer Einigung interessiert seien. „Ich habe ein sehr gutes Gefühl, was unsere Position angeht“, fügte Vance hinzu.
Trump sieht Krieg im Iran kurz vor dem Ende
Auch Präsident Trump äußerte sich zuversichtlich über den Verlauf des Krieges im Iran. „Ich glaube, er ist fast vorbei“, sagte er in einem Interview mit Fox News. Er erklärte, dass der Iran, sollte es zu einem Rückzug der USA kommen, 20 Jahre benötigen würde, um das Land wieder aufzubauen. „Wir sind noch nicht fertig. Wir werden sehen, was passiert“, so Trump weiter. Er ist überzeugt, dass der Iran dringend einen Deal anstrebt.
Geplante Fortsetzung der Gespräche
Trump kündigte an, dass die Gespräche in den kommenden zwei Tagen in Pakistan wieder aufgenommen werden könnten. Medienberichten zufolge wird Donnerstag als möglicher Termin für die nächsten Verhandlungen genannt.
Zusätzlich berichtete ein US-Sender, dass Vance auch in einer möglichen zweiten Verhandlungsrunde mit dem Iran die US-Delegation anführen könnte, sofern es vor Ablauf der zweiwöchigen Waffenruhe zu einem weiteren Treffen kommt. Auch der US-Sondergesandte Steve Witkoff und Jared Kushner, der Schwiegersohn von Trump, könnten an den Gesprächen teilnehmen. Die Waffenruhe läuft in der kommenden Woche aus.
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