US-Armee investiert in Mini-Atomreaktoren
Mit einem Gesamtvolumen von 2,2 Milliarden US-Dollar vergab die US-Armee Aufträge an fünf Unternehmen, um kleine Atomkraftwerke, auch bekannt als Small Modular Reactors (SMR), zu errichten und zu betreiben. Diese Maßnahme zielt darauf ab, die Energieversorgung an Militärstandorten zu gewährleisten, besonders in Krisensituationen. Jeff Waksman, ein Vertreter des Heeres, erläuterte bei einer Pressekonferenz, dass zunächst fünf Militärbasen in den USA im Fokus stehen. Momentan sind in den Vereinigten Staaten noch keine SMR in Betrieb.
Risiken der fossilen Energieabhängigkeit
Waksman hob die Risiken hervor, die sich aus der Abhängigkeit der nationalen Infrastruktur von fossilen Brennstoffen ergeben. In einem Konflikt könnte die Versorgung kritischer Standorte mit diesen Brennstoffen problematisch werden. Derzeit ist die militärische Infrastruktur bei einem Ausfall des regulären Stromnetzes auf flüssige fossile Brennstoffe, insbesondere Diesel, angewiesen.
Involvierte Unternehmen und deren Technologien
Zu den fünf ausgewählten Firmen zählen sowohl neu gegründete Unternehmen wie Antares Nuclear und Radiant Industries als auch etablierte Größen der Nuklearindustrie wie Westinghouse und General Atomics. Diese Unternehmen haben Prototypen von SMRs entwickelt, die das Potenzial haben, autark Energie zu erzeugen. Das Design des Reaktors von NuScale hat bereits die Genehmigung der US-Atomaufsichtsbehörde NRC erhalten.
Zertifizierung und Kooperation
Das US-Militär verfolgt einen eigenen Zertifizierungsprozess, der speziell auf die Anforderungen der Streitkräfte abgestimmt ist. Diese Strategie ermöglichte der US-Marine bereits 1954 die Indienststellung des ersten atomgetriebenen U-Bootes, der USS Nautilus. Waksman betonte, dass eine enge Zusammenarbeit mit dem Energieministerium und der NRC besteht, um die Regulierungsverfahren abzustimmen. Dies soll den Unternehmen auch den Verkauf ihrer Reaktoren an die Industrie oder Kommunalverwaltungen erleichtern.
Flächenbedarf und Effizienz der SMRs
Die benötigte Fläche für SMRs ist im Vergleich zu herkömmlichen Atomkraftwerken deutlich geringer. Laut Siemens Energy wird der Flächenbedarf eines SMR auf etwa 10.000 Quadratmeter geschätzt, was weniger als zwei Fußballfeldern entspricht. Im Gegensatz dazu erfordert ein traditionelles Atomkraftwerk eine Fläche von ein bis zwei Quadratkilometern, was zwischen 140 und 280 Fußballfeldern entspricht. Diese Effizienz könnte das Potenzial haben, die Rolle der Atomkraft in der Energieversorgung in den USA grundlegend zu verändern.
Schlussfolgerung und Ausblick
Die Initiative des US-Militärs zur Errichtung von Mini-Atomkraftwerken ist Teil eines umfassenden Plans zur Sicherstellung der Energieversorgung an Militärstandorten und zur Verringerung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen. Die Entwicklung und der Einsatz von SMRs könnten nicht nur die militärische Infrastruktur stärken, sondern auch langfristig zur Diversifizierung der Energiequellen in den Vereinigten Staaten beitragen.
Trump verhängt nationalen Notstand zum Schutz des US-Stromnetzes
„`
Quellen: t-online, Merkur
Dieser Text wurde mit Hilfe von künstlicher Intelligenz in Zusammenarbeit mit unserer Redaktion erstellt.