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US-Kampfpilot festgenommen: Bildete er Chinesen aus?

Ein ehemaliger US-Kampfpilot wird verdächtigt, ohne Genehmigung chinesische Militärpiloten ausgebildet zu haben. Die US-Justiz sieht darin eine ernsthafte Bedrohung für die nationale Sicherheit.

US-Kampfpilot festgenommen: Bildete er Chinesen aus?

Ein ehemaliger Elite-Kampfpilot der US-Streitkräfte steht im Verdacht, Angehörige der chinesischen Armee ausgebildet zu haben. Für diese Tätigkeit wäre eine Genehmigung der US-Regierung erforderlich gewesen.

Die US-Justiz hat einem erfahrenen ehemaligen Kampfpiloten vorgeworfen, ohne die notwendige Genehmigung Piloten des chinesischen Militärs trainiert zu haben. Der 65-jährige Gerald B., der in den USA unter anderem für die Ausbildung von Piloten des modernen Tarnkappen-Kampfflugzeugs F-35 verantwortlich war, wurde im Bundesstaat Indiana festgenommen, wie das Justizministerium mitteilte.

Verstoß gegen Waffenexportkontrolle

Der Elite-Kampfpilot soll gegen die Bestimmungen der Waffenexportkontrolle verstoßen haben, die eine Genehmigung des US-Außenministeriums für Schulungen von Angehörigen ausländischer Streitkräfte vorschreiben.

Das Justizministerium erklärte, der Beschuldigte habe über Jahrzehnte Erfahrung als Pilot von US-Militärflugzeugen gesammelt und „mutmaßlich sein Land betrogen, indem er chinesische Piloten darin ausbildete, gegen jene zu kämpfen, die zu beschützen er geschworen hat“. Das Training von Feinden der USA stelle „eine erhebliche Bedrohung für die nationale Sicherheit“ dar.

Karriere und Festnahme

Der langjährige Soldat schied 1996 aus dem Dienst der US-Streitkräfte aus. Während seiner Karriere bei der Luftwaffe kommandierte er unter anderem Einheiten, die für Trägersysteme von Atomwaffen zuständig waren. Zudem bildete er Piloten des US-Militärs aus. In seiner zivilen Laufbahn flog er unter anderem Frachtmaschinen und trainierte Piloten für US-Rüstungsunternehmen.

Gerald B. soll heute in Indiana einem Haftrichter vorgeführt werden. Das Ministerium hat die Anklage bislang nicht veröffentlicht, sodass unklar bleibt, welche Strafe ihm maximal drohen könnte.

Bildquelle: Depositphotos / Eigene Montage

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