Verlust des Realitätssinns bei Donald Trump
In der aktuellen Diskussion über Donald Trump stellt sich die Frage, ob er tatsächlich den Bezug zur Realität verloren hat oder ob er lediglich eine ausgeklügelte Verhandlungstaktik anwendet. Die jüngsten Ereignisse bieten jedoch klare Hinweise auf seine psychische Verfassung und sollten Konsequenzen für den Umgang mit dem ehemaligen US-Präsidenten haben.
Trumps kindlicher Wunsch nach dem Nobelpreis
Drei Vorfälle, die im Zusammenhang mit den jüngsten Nachrichten über Grönland stehen, verdeutlichen Trumps Realitätsverlust. Der erste Vorfall betrifft seinen kindischen Wunsch, den Friedensnobelpreis zu erhalten, da sein Vorgänger Barack Obama diesen ebenfalls gewonnen hat. Trump äußerte in einer SMS an den norwegischen Premierminister, dass er verärgert sei, weil „ihr Land mir nicht den Nobelpreis für das Beenden von 8 Kriegen PLUS“ verliehen hat. Infolgedessen denkt er nicht mehr an Frieden und hat sich entschieden, Grönland zu beanspruchen.
Ein Verhalten wie bei Kleinkindern
Sein Verhalten erinnert an das eines Kleinkindes an der Supermarktkasse, das seinen Willen durchsetzen möchte. Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre versuchte mehrfach, Trump zu erklären, dass das Nobelkomitee unabhängig agiert und nicht von der Regierung beeinflusst wird. Dennoch erklärte Trump in einem Interview mit CNN, es sei ein „Witz“, zu glauben, dass Norwegen den Preis nicht kontrolliere.
Drohanrufe an Frankreich
Nur einen Tag nach dieser Episode drohte Trump Frankreich mit Zöllen in Höhe von 200 Prozent. Dies geschah zusätzlich zu den bereits verhängten und angedrohten Zöllen. Der Grund für diese Drohung war, dass Frankreich zögert, Trumps umstrittenem „Friedensrat“ beizutreten, dessen Mitglieder eine Art Gegen-UN unter Trumps Kontrolle bilden sollen und zunächst eine Milliarde Dollar überweisen müssen. Offensichtlich ist Trump so weit von der Realität entfernt, dass er glaubt, Länder durch Drohungen zur Kooperation zwingen zu können.
Trump und die NATO
Während die Welt sich fragt, wie die USA einen solchen Präsidenten im Amt lassen können, ist Trump überzeugt, der beliebteste US-Präsident aller Zeiten zu sein. Als Beweis veröffentlichte er eine schmeichelhafte Nachricht von NATO-Chef Mark Rutte, in der dieser Trumps Erfolge in Syrien lobt. Eine Sprecherin der NATO bestätigte die Echtheit der Nachricht, und Trump scheint ernsthaft zu glauben, dass diese Worte der Wahrheit entsprechen.
Ein Aufruf zum Umdenken
Es sollte mittlerweile jedem klar sein, dass ein normaler Umgang mit Trump nicht möglich ist. Es bringt nichts, ihn zu besänftigen oder ihm Zugeständnisse zu machen. Auch Abkommen mit ihm sind wenig sinnvoll, und es ist gefährlich, unsere Sicherheit von seinen Versprechen abhängig zu machen. Wenn Außenminister Johann Wadephul (CDU) behauptet, die Vereinigten Staaten stünden „voll und ganz zum Bündnis, zur NATO und zur Verteidigung Europas“, stellt sich die Frage, ob er den Kontakt zur Realität verloren hat.
Respekt vor starken Führern
Trump kennt keine Gesetze oder Verbündeten, sondern nur nützliche Unterstützer. Respekt hat er nur vor Führern, die ihm entschlossen entgegentreten. Es ist an der Zeit, dass die europäischen Politiker aufhören, dem „verrückten König“ zu huldigen.
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